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06.08.2012 Moosinning / Landshut

36-jähriger Kirgise erschien nicht vor Gericht

Anklagebank blieb leer: Haftbefehl


Wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Widerstandsunfähigen sollte sich am Montag ein 36-jähriger Kirgise vor der 4. Strafkammer des Landgerichts verantworten.

Doch die Prozessbeteiligten warteten vergeblich auf den Angeklagten, der sich bislang noch auf freiem Fuß  befindet.

Wie am Rande des gescheiterten Prozessauftaktes zu erfahren war, sollen sich der 36-Jährige und sein späteres Opfer im Bezirkskrankenhaus Taufkirchen kennen gelernt haben. Am 18. Dezember letzten Jahres soll man dann in der Wohnung einer Bekannten in Moosinning zunächst gemeinsam gefeiert haben. Die Frau soll sich dann unbekleidet ins Bett gelegt haben und dann im Schlaf von dem 36-Jährigen zum ungeschützten Geschlechtsverkehr missbraucht worden sein.
 
Vergeblich warteten die Prozessbeteiligten auf den Kirgisen, nachdem sich seine Mutter bereits in den frühen Morgenstunden bei Gericht gemeldet und mitgeteilt hatte, dass sich ihr Sohn bei seiner Freundin in Nordrhein-Westfalen aufhalte und vielleicht „etwas später komme.” Auch nach einer Wartezeit von zwei Stunden blieb die Anklagebank leer und die Kammer erließ Haftbefehl. Sollte der 36-Jährige festgenommen werden können, wird der Prozess am morgigen Mittwoch über die Bühne gehen.
Autor: ws

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