Sieben Schauspieler der Daily Soap „Dahoam is Dahoam“ besuchten ihre Erdinger Fans
Ganz Kirchasch für einen Abend im Lansing-Fieber

Lansing-Alarm am Montagabend, 15. November, in Kirchasch. Der Saal im Landgasthof Bauer war zum Bersten gefüllt. Gut 300 Besucher wollten sich die große „Dahoam is Dahoam”-Show vor der eigenen Haustür nicht entgehen lassen.
Vor allem die Schauspieler der bayerischen Daily Soap hatten es den Besuchern angetan. Allen voran Horst Kummeth, der in der Serie den Apotheker Roland Bamberger spielt, wurde umschwärmt. Aber auch seine Kollegen konnten sich vor lauter Beifall und Zuspruch kaum noch retten.
Nicht nur fünf DiD-Mimen, wie angekündigt, waren gekommen, sondern deren sieben: Kummeth, Herbert Ulrich (in der Serie Sebastian Wildner), Bernhard Ulrich (Hubertt Kirchleitner), Daniela März (Maria Kirchleitner), Teresa Rizos (Caroline Ertl), Harry Blank (Mike Preissinger) und Andrea Schmitt (Nina Kreuzer). Sie platzierten sich nicht erhöht auf dem Podium, sondern praktisch mitten unter ihren Fans. Das Dauer-Blitzlicht von privaten Digitalkameras fand nur ein Ende, als auf einer Großleinwand die neueste Folge von „Dahoam is Dahoam“ gezeigt wurde.
Und wie tief die Serie in den Alltag ihrer Zuschauer eingedrungen ist, zeigten die Reaktionen. Eine neue Frisur: lautes Johlen. Ein unsympathisches Wort: heftige Buh-Rufe. Und so weiter und so fort.
Aber noch spannender wurde es, als Produzent Markus Schmidt-Märkl und Chefautor Tobias Siebert die Drehbuch-Ideen von anwesenden Fans für die Serie präsentierten. Siebert betonte, dass er schon eine ganze Reihe von Vorschlägen ausgesiebt hatte, bevor er mit den Besuchern zu diskutieren begann.
Dennoch hatte er einen dicken Packen Papier abzuarbeiten. Und was da alles dabei war:
• Florian kauft sich einen Audi R8 und dreht damit seine Runden um den Dorfbrunnen.
• Lansing-Dorfdepp Xaver soll Mesner werden.
• Bei einer Schlägerei im Brunnerwirt soll der Bürgermeister vermöbelt werden.
• Die Lansinger Floriansjünger sollen die Flughafenfeuerwehr besuchen.
• Der Pfarrer trifft eine alte Jugendliebe wieder, bleibt aber standhaft.
• Eine tote Katze wird vor dem Altar aufgefunden und, und, und.
Natürlich beschäftigt vor allem das (gespielte) Liebesleben der Lansinger die Zuschauer: Wer passt zu wem? Was geht gar nicht? Das wurde in Kirchasch beinahe so ernsthaft diskutiert, als würde das Schicksal der Welt davon abhängen.
Warum nur ist dieses Lansing so erfolgreich? Dass sich bereits Vierjährige wie der kleine Florian Wild aus Obermünchen oder die kleine Laura Kübelbeck (5) aus Obergeislbach als echte Fans präsentieren? Manfred Schreiber von der Flughafenfeuerwehr brachte es auf den Punkt: „Die Sprüch’ in Lansing pass’n einfach zu unserm Leb’n.“
Und auch die Kirchascher Wirtsleut’ Maria und Andreas Bauer freuten sich über den Besuch aus Lansing: „De derfan jederzeit wieda kemma.“
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