Ärzte gegen Tierversuche
Datenbank zu Tierversuchen

"Obwohl Tierversuche größtenteils mit Steuergeldern finanziert werden, wird die Öffentlichkeit im Dunkeln gelassen, was tatsächlich hinter den verschlossenen Türen der Labors geschieht", sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von "Ärzte gegen Tierversuche". Der Verband installierte deshalb eine Internetdatenbank, in der mehr als 4.000 Tierversuche dokumentiert sind, die in den letzten Jahren in Deutschland durchgeführt wurden. Die Daten beruhen auf Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Für Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., ist Transparenz bei tierexperimentellen Arbeiten unabdingbar. "Wenn allein aus wissenschaftlicher Neugierde Tiere sterben müssen, sollten wir diesem Treiben nicht tatenlos zusehen", sagt er. Auch die Tierschutzorganisation TASSO e.V. begrüßt und unterstützt deshalb die Initiative der "Ärzte gegen Tierversuche" ausdrücklich.
"Tierversuche werden von den Experimentatoren regelmäßig verharmlosend dargestellt. Doch die Menschen haben ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren", erklärt Gericke. Am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München beispielsweise würden durch Stromstöße in das Gehirn bei Ratten epileptische Anfälle ausgelöst, um ein Epilepsiemittel zu testen, das aber bereits seit über 100 Jahren beim Menschen erfolgreich im Einsatz ist. In der Inneren Medizin I des Klinikums Großhadern werde bei Schweinen ein Herzinfarkt ausgelöst, indem der Brustkorb aufgeschnitten und eine Herzkranzarterie abgeklemmt wird, so Gericke weiter. "Die künstlich geschädigten 'Tiermodelle' haben mit der menschlichen Erkrankung, die sie simulieren sollen und ihren ursächlichen Faktoren nichts gemein", sagt die Tierärztin. Die Ursachen des Herzinfarkts beim Menschen seien dank Bevölkerungsstudien bekannt: Übergewicht, zu fett- und fleischreiche Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel. "Die Ergebnisse sind von vornherein wertlos, da sie nicht mit der komplexen Situation beim Menschen vergleichbar sind", kommentiert Gericke.
Diese und zahlreiche andere umstrittene Tierversuche sind in der Online-Datenbank http://www.datenbank-tierversuche.de zu finden. Und nicht nur das: In der Rubrik "in vitro" dokumentieren die Ärzte einige der vielfältigen Möglichkeiten tierversuchsfreier Verfahren, die im Gegensatz zu Tierversuchen zuverlässige und relevante Ergebnisse liefern.
18.01.2012 10:09
| von:
fuerTiere
Forschung ohne Tierversuche !!!
- Für Tierversuche müssen Tiere extremste Schmerzen und Qualen ohne Narkose ertragen
- Für viele Tierversuche werden Tiere qualgezüchtet oder absichtlich krank gemacht - Tierversuche gefährden die Gesundheit des Menschens, da Ergebnisse nicht auf den Mensch übertragbar sind (auch Contergan wurde ausreichend an Tieren getestet!) - Für Tierversuche werden Steuergelder in gigantischen Summen verschwendet - Tierversuche behindern den medizinischen Fortschritt - Jedes Jahr sterben allein in Deutschland über zwei Millionen Tiere im Tierversuch - Es gibt ausreichende Alternativen zu Tierversuchen Antworten
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