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06.09.2012 "Landkreis Deggendorf"

Erfreulich

Zeit ist Hirn: Weniger Schlaganfälle im Kreis Deggendorf


2010 starben im Kreis Deggendorf 38 Menschen an einem Schlaganfall - fünf Prozent weniger als im Jahr 2009 und sogar 41,5 Prozent weniger als noch im Jahr 2000.

Im Kreis Deggendorf ist die Zahl der Todesfälle aufgrund eines Schlaganfalles 2010 wieder gesunken. Starben laut aktuellsten Zahlen des Amtes für Statistik im Jahr 2009 noch 40 Menschen an einem Schlaganfall, so waren es 2010 nur noch 38. "Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre im Kreis Deggendorf fort", so Regionalgeschäftsführer Josef  Mirbeth von der IKK classic. "Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Todesfälle sogar um 41,5 Prozent gesunken".

 

In erster Linie betrifft die Erkrankung ältere Menschen. "91 Prozent der Betroffenen waren zum Zeitpunkt des Schlaganfalls bereits älter als 70 Jahre", so Mirbeth. Ausgelöst wird ein Schlaganfall, wenn Blutgefäße verstopft sind oder platzen. Es entsteht ein plötzlicher Sauerstoffmangel, der die Hirnfunktion und damit die Steuerung des Körpers stark beeinträchtigt. Symptome eines Schlaganfalls sind Sprach- und Sprechstörungen, Sehstörungen mit plötzlicher Erblindung eines Auges, herabhängender Mundwinkel, halbseitige Lähmungserscheinungen und/oder Taubheitsgefühle einer Körperseite. Bei einem Schlaganfall ist es besonders wichtig, so schnell wie möglich Hilfe zu holen. "Anders ausgedrückt: Zeit ist Hirn - je schneller der Patient behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass er den Schlaganfall überlebt", so Josef  Mirbeth. 

 

Warum die Zahl der Todesfälle durch einen Schlaganfall seit Jahren sinkt, ist nicht eindeutig klar. Eine wesentliche Rolle spielen sicherlich die sogenannten "Stroke Unitis" an den Krankenhäusern, die seit Mitte der 90er Jahre aufgebaut wurden. In diesen Schlaganfall-Spezialstationen arbeiten interdisziplinären Behandlungsteams, die über eine entsprechende diagnostische Infrastruktur und Erfahrung verfügen und so eine unverzügliche Akutbehandlung eines Schlaganfalls gewährleisten. Über solch eine Einheit verfügt beispielsweise auch das Klinikum Deggendorf. 

Autor: pm
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