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22.08.2012

Auf Grund gelaufen

Schiffsboden nach Grundberührung aufgerissen

Feuerwehrauto
Foto: Holger Becker
Das deutsche Frachtschiff „Ursula-Klaus“ fuhr in Deggendorf auf Grund. Dabei wurde der Schiffsboden aufgerissen und Wasser drang in zwei Magazine des Schiffes ein.

Am Dienstag, 21. August, um 18.15 Uhr fuhr der Koppelverband „ Ursula-Klaus“ in Deggendorf zu Berg. Der deutsche Kapitän berichtete von einem heftigen Anstoß mit dem Bug auf dem Grund der Donau. Die Mannschaft stellte nach der Havarie Wassereinbruch fest und ging mit dem Schiffsverband in Höhe der Deggendorf Werft an die Lände.

 
Die Feuerwehren Deggendorf und Natternberg mussten dem Schiff Pumpenhilfe leisten, um ein Absinken zu verhindern. Zur Sicherheit wurde auch die Wasserwacht Metten an die Unfallstelle beordert.
 
Die eingesetzten Rettungskräfte pumpten das Wasser in einen Auffangbehälter und konnten so bislang eine Verschmutzung der Donau verhindern.
 
Noch in der Nacht waren Angehörige des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg und Beamte der Wasserschutzpolizeigruppe Deggendorf vor Ort.
 
Derzeit kann das Schiff mit Pumpenhilfe gehalten werden. Die Ladung des Schiffes, rund 600 Tonnen Sojaschrot, soll nun in Deggendorf gelöscht werden und dann muss der Havarist zur Reparatur in eine Werft.
 
Die Wasserschutzpolizei prüft nun bei der Unfallaufnahme, ob das Schiff bei einem Pegelstand in Deggendorf von nur 195 Zentimetern überhaupt vom Hafen Deggendorf hätte auslaufen dürfen. Neben dem Schaden droht dem Kapitän deswegen auch eine Anzeige.