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01.08.2012 Hengersberg

Unfall

Malteser als Ersthelfer


Zu einem folgenschweren Unfall kam es am Montag, 30. Juli, auf der Staatsstraße 2125 bei Hengersberg.

Eine von der Bundesstraße 533 auf die Staatsstraße 2125 einbiegende Fahrerin übersah vermutlich bei ihrem Abbiegemanöver einen aus Richtung Hengersberg kommenden LKW. Es kam zur Kollision des Lasters mit der Fahrerseite des Autos. Kurz nach dem Unfall eilten gleich mehrere Ersthelfer zur Unfallstelle, darunter auch Doreen H., eine Mitarbeiterin des Malteser Fahrdienstes, die mit ihrem Dienstwagen auf ihrer täglichen Tour unterwegs war. Die ehrenamtlich ausgebildete Einsatzsanitäterin und hauptberufliche Fahrerin im Fahrdienst der Malteser erkannte sofort die schweren Verletzungen der Fahrerin und setzte, nachdem sie sich einen kurzen Überblick verschafft hatte, sofort einen Notruf an die zuständige Leitstelle ab.

 

Zusammen mit den anderen Ersthelfern versuchte die Maltesermitarbeiterin dann die schwer Verletzte aus ihrem Autowrack zu befreien.

 

„Zum Glück habe ich damals in meiner Freizeit einen Einsatzsanitäter-Kurs bei den Maltesern gemacht…“, erklärte die sichtlich erleichterte Mitarbeiterin nach den Ereignissen ihrem Chef.

 

Ein ebenfalls zufällig zu der Unfallstelle hinzukommender Malteser kümmerte sich indes um die noch bei der Fahrerin an Bord befindlichen Patienten. „Doreen ist ja etwas qualifizierter als ich, da habe ich mich natürlich gleich um die Fahrgäste gekümmert. Die darf man ja nicht unbeaufsichtigt lassen und so konnte meine Kollegin auch gleich Erste Hilfe leisten…“, erklärte Brigitte R.

 

Nach kurzer Zeit kamen dann auch schon der Rettungswagen und der Rettungshubschrauber, um sowohl die verletzte PKW-Fahrerin als auch den unter Schock stehenden LKW-Fahrer zu versorgen.

 

„Wir sind mit unseren Fahrzeugen jährlich über 560.000km auf Deutschlands Straßen unterwegs, da kann natürlich immer etwas passieren“, so Ralph Rau, Dienststellenleiter der Malteser in Deggendorf. „Deshalb haben unsere Fahrer, gleich ob Aushilfe, Freiwilligendienstler oder hauptberuflicher Fahrer immer mindestens eine Ausbildung in Erste Hilfe, meist sogar noch mehr.“

 

Allein in diesem Jahr kamen die sich ständig auf den Straßen befindlichen Mitarbeiter des Fahrdienstes und des Menüservices zu mindestens drei schweren Verkehrsunfällen als Ersthelfer hinzu.

 

Ein Malteser besuchte, obwohl er alle zwei Jahre geschult wurde, nach einem solchen Erlebnis gleich wieder einen Kurs. “Da will ich doch nicht danebenstehen und gaffen, da muss man helfen können!“, so seine Devise.

Nähere Informationen zum Fahrdienst der Malteser unter www.malteser-fahrdienst.de oder Telefon. 0991 - 8720.

Autor: pm
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