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30.08.2012 Deggendorf/Schöllnach

Hundeschule

Wuff! Deggendorf wurde wieder zu einer „Dog-City“


Hundeschule trainierte am Oberen Stadtplatz unter interessierten Augen der Passanten.

„Bleeiib!“, hallt es über den Oberen Stadtplatz in Deggendorf. Artig verharrt „Vroni“ in „Platz“, während sich das Frauchen der Hündin entfernt. „Was ist denn hier heute los?“, fragen sich vorbeikommende Passanten, die das tierische Spektakel mit rund 15 Hunden eine Weile amüsiert beobachten. Übungsstunde! Wie jedes Jahr um diese Zeit hat die Schöllnacher Hundeschule „Hexenhof“ ihr Training nach Deggendorf in die Innenstadt verlegt. „Wir arbeiten unter Ablenkung mit fremden Hunden, Menschen, Autos“, erklärt Hundetrainerin Elke Fiebert.

 
Natürlich waren an diesem Tag nur Vierbeiner dabei, die ihr „Hunde-Abitur“ quasi schon gemacht haben. Völlige Anfängerhunde, die kaum ein „Sitz“ hinkriegen, wären unter diesen erschwerten Bedingungen fehl am Platz. Denn erst hier zeigt sich, ob der mittlerweile schon gut ausgebildete „beste Freund des Menschen“ seinem Frauchen oder Herrchen auch blind folgt, wenn um ihn herum Autos hupen, Menschen hektisch ihrem Tagesgeschäft nachgehen oder fremde Hunde die Trainingsgruppe anbellen. „In der Stadt kommt es ja darauf an, dass mein Hund gehorcht“, sagt eine Teilnehmerin.
 
Und das klappte hervorragend. Die rund 15 Hunde marschierten mit ihren Frauchen oder Herrchen brav „bei Fuß“ in Formation, marschierten um aufgestellte Pylonen herum und ließen das hinterlistig abgelegte Wiener-Würstchen (meist) gehorsam links liegen. Es wurde das ganze Unterordnungsprogramm abgespult.
 
Das alles unter den interessierten Augen der Passanten. Viele blieben stehen, um sich eine Zeit lang über Hunde und Übungen zu unterhalten – oder um einfach nur zuzusehen, wie die Kommandos wie am Schnürchen durchgeführt wurden. So hatten vor allem auch die Zuschauer etwas von dem ungewöhnlichen Training mitten im Herzen der Donaustadt. Denn was die vierbeiningen „Abiturienten“ der Hundeschule Hexenhof da in Deggendorf zeigten, war wirklich zirkusreif. „Das hat viel für das Verständnis zwischen Mensch und Hund beigetragen“, ist eine Teilnehmerin überzeugt.
 
Die Schöllnacher Hundeschule „Hexenhof“ führt mindestens einmal im Jahr eine Trainingsstunde in der Donaustadt durch – neben einer kleinen Outdoorgruppe, die wöchentlich in allen Orten des Landkreises unterwegs ist, um dort Übungen unter „Realbedingungen“ durchzuführen. Übrigens: Am Samstag, 15. September, wird von 14 bis etwa 17 Uhr in der Hundeschule in Neuhof bei Schöllnach ein Tag der offenen Tür durchgeführt. An diesem Tag sollen die Besucher das „Hexenhof“-Team kennenlernen und vor allem einen Einblick in die Arbeitsweise der Hundeschule bekommen. Gezeigt wird Spiel, Spaß und Erziehung bei Welpen, Junghunden und erwachsenen Vierbeinern. Beim Longieren zeigt sich die Präzision in der Körpersprache. Apportieren und Jagility bedeutet für Mensch und Hund Beschäftigung mit Spaß. Teamarbeit ist beim Turnierhundesport gefragt. Und beim Mantrailing beweisen die Hunde, welch unglaublich feine Nase sie haben.
 
Natürlich gibt es jede Menge Tipps und Tricks über Tierheilkunde, Ernährung, Pflege. Man kann sich und seinen Zamperl professionell fotografieren lassen und den Ausdruck gleich mitnehmen. Darüber hinaus wird mit Kaffee, Kuchen und einer Grillstation bestens für das leibliche Wohl gesorgt.
Autor: lr