01.02.2012 Moos
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Erkenntnisse über Haselmäuse

Nussjagd-Saison beendet

Haselmaus
Der Haselmaus auf der Spur: Mit der Verlosung der Preise hat Ruth Waas, die Leiterin der Bezirksgeschäftsstelle Niederbayern des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) die große Nussjagd für 2011 abgeschlossen. In der vom bayerischen Naturschutzfond mit Mitteln der Glücksspirale geförderten Mitmachaktion haben Naturfreunde in ganz Niederbayern die Schalen von Haselnüssen gesammelt und analysiert.

„Wir sind mittlerweile das elfte Bundesland, das diese faszinierend einfache und schöne Methode nutzt, um der Haselmaus auf die Spur zu kommen“ erläutert Waas.

 

Im ersten Jahr der niederbayerischen Nussjagd haben sich über 800 Menschen beteiligt. Sie haben über 6000 Haselnüsse an 84 Hecken gesammelt und zur genaueren Beurteilung an die Schlaumaus in der Bezirksgeschäftsstelle geschickt, oder bei den Sammelstellen in den Sparkassenfillialen abgegeben.

 

Dank der Unterstützung durch den LBV-Shop, Bücher Pustet, die Fa. Dictum und die LBV-Umweltstation Isarmündung konnte Waas sich mit 26 Preisen bei den Gruppen und Einzelnussjägern für ihr Mitmachen bedanken. „Gewinner sind eigentlich alle, denn Nüsse sammeln macht Spaß“, sagte Waas. Es sei ganz toll, dass der LBV mit der Aktion so viele Menschen jeder Altersstufe erreicht und auf Forscherreise in die Natur gelockt habe. Gleichzeitig gewinnt der LBV Informationen über das Vorkommen der Haselmäuse. Acht sichere Nachweise stammen aus dem bayerischen Wald.

 

An Hand der Fraßspuren lassen sich Vorkommen der nachtaktiven, sehr versteckt lebenden, nur daumengroßen Bilchart finden. Die Haselmaus ist mit dem Siebenschäfer verwandt und lebt in geschlossenen Heckenstruckturen an Waldrändern und Lichtungen. Weil sie im Laubdach unterwegs ist, reagiert sie sehr empfindlich darauf, wenn ihr Lebensraum zerschnitten wird. Ein breiter Waldweg kann da schon zum Problem werden.

 

Die Nussjagd geht auch in den kommenden Jahren weiter. „Je mehr Daten wir haben, desto feiner wird das Bild auf der Verbreitungskarte“ erläuterte Waas. Und die Methode ist wirklich einfach, weil man nicht viel wissen muss, aber in der Natur viel erleben kann. Die Nüsse werden in der LBV-Geschäftsstelle noch einmal genau angesehen und im Zweifelsfall stellt die Haselmausexpertin Ingrid Faltin ihre Erfahrung zur Verfügung. Viele Teilnehmer haben bereits signalisiert, dass sie im kommenden Herbst wieder auf Nussjagd gehen werden.

 

Jetzt beginnen die Haselsträucher zu blühen. An den gelben Würsten mit dem Blütenpollen sind sie leicht zu erkennen, und Nussjäger können sich schon einmal die Sträucher aussuchen, unter denen sie dann ab September Nussschalen sammeln werden. 



Autor: pm
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