"Junge Herzen Bayern e.V.“ will helfen
Fürchterliche Diagnose: Hilfe, mein Baby hat einen Herzfehler!

Wir haben bei Ihrem Kind einen angeborenen Herzfehler diagnostiziert.“ So eine Nachricht platzt allein in Deutschland etwa 7000 mal in die Euphorie der Geburt eines Kindes herein, und versetzt Betroffene in Schockstarre. Ungefähr 4500 Säuglingen benötigen einen hochkomplexen medizinischen Eingriff am offenen Herzen.
Eine Mutter erzählt, dass ihre Tochter durch eine komplizierte Geburt in die Intensivstation musste. Erst dort sei festgestellt worden, dass ihr Kind ein Loch im Herz habe, was jetzt – nach drei Jahren – so gut wie nicht mehr relevant ist. „Sie muss sich nur operieren lassen, wenn sie tiefer als 18 Meter tauchen möchte. Ansonsten hat sie durch das Loch keine weiteren Einschränkungen“, erzählt die Mutter.
Mit der Diagnose des angeborenen Herzfehlers, die in der heutigen Zeit oftmals schon vor der Geburt des neuen Familienmitglieds gestellt wird, tauchen Fragen auf, unzählige Fragen. Dann tut der Kontakt mit anderen Betroffenen und Experten in Sachen angeborener Herzfehler gut. Hier kommt der Verein „Junge Herzen Bayern e.V.“ ins Spiel. Dieser wurde erst letztes Jahr gegründet und setzt sich für die Hilfe für Familien herzkranker Kinder und Jugendlicher in Bayern ein.
„Gerade in einer bedrückenden Situation zwischen Diagnose und erstem medizinischen Eingriff ist der Erfahrungsaustausch mit herzkranken Kindern, Jugendlichen und deren Familien äußerst wichtig, um zu erfahren, dass auch andere schon zuvor die enorme Herausforderung, die damit verbunden ist, bewältigt haben“, sagt die Vorsitzende des Vereins „Junge Herzen Bayern e.V.“, Susanne Menner. Es würden bei allem Bangen aber auch berechtigte Hoffnungen im Raum stehen, die durch den Kontakt zu anderen gestärkt und manifestiert werden können. „Mit Tipps und vielerlei Informationsmaterial will ,Junge Herzen Bayern e.V.’ ermutigen, die Krankheit und Konsequenzen anzunehmen und einen ,normalen’ Umgang mit der Krankheit zu ermöglichen.“
Der Verein veranstaltet am Donnerstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr, ein Treffen im Gasthof Lehner in Metten. Ziel der Veranstaltung ist es, „sich zu einem Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Familien zu treffen und die Vereinsarbeit des Vereins kennenzulernen“, sagt Gilah Kröplin, die selbst Mutter eines herzkranken Kindes und Gründungsmitglied ist. Ein weiteres Ziel sei eine eventuelle Gründung einer Kreisgruppe für Niederbayern. Weitere Informationen zum Verein für herzkranke Kinder gibt es im Internet unter www.junge-herzen-bayern.com.
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