Zum einen unterstützten sie die Bundepolizeiinspektion München und das Land Bayern anlässlich einer Demonstration der rechten Szene in der Landeshauptstadt. Zum anderen waren sie im Rahmen der beginnenden Abrissarbeiten des Südflügels am Hauptbahnhof Stuttgart eingesetzt.
Die rechte Szene hatte in der Münchner Innenstadt eine Versammlung angemeldet. Daraufhin rief die linke Szene über das Internet zu zwei Gegenveranstaltungen auf.
Mit insgesamt 110 Beamten schützte die 3. Hundertschaft die Strecke des Aufzuges im Bereich des Sendlinger Tores. Zwischendurch kam es zu Blockadeaktionen des linken Spektrums, was die rechte Szene zu Zwischenkundgebungen nutzte.
Nach Beendigung der Versammlung wurden die Teilnehmer zum Teil in der U-Bahn in Richtung Hauptbahnhof begleitet.
Die Veranstaltungen liefen weitgehend friedlich ab. Die Polizei hatte die Lage stets im Griff. Insgesamt kam es neben der Räumung von Sitzblockaden der Gegendemonstranten aus dem linken Spektrum zu 50 Platzverweisen und drei Identitätsfeststellungen.
Am letzten Wochenende verstärkten die 3. Einsatzhundertschaft sowie zwei Trupps der Technischen Einsatzhundertschaft mit Fachpersonal und einer schweren Zugmaschine die Bundespolizeiinspektion Stuttgart.
Ihre Aufgabe war es unter anderem, eine störungsfreie An- und Abreise Bahnreisender und potentieller Veranstaltungsteilnehmer von „Stuttgart 21“ sicherzustellen sowie eine Besetzung des Südflügels am Hauptbahnhof zu unterbinden.
Nachdem die Phase der Bauzaunerrichtung im Bereich des Hauptbahnhofes ruhig verlief, rechneten die Verantwortlichen mit Beginn der sichtbaren Abrissmaßnahmen am Südflügel mit einer erhöhten Emotionalisierung und entsprechenden Protesten der S 21-Gegner.
Begleitet von nur zaghaften Protesten begann am Montagnachmittag ein Großbagger mit den Abrissarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude, im Fachjargon auch „Baggerbiss“ genannt. Vor den Absperrungen an den Zufahrtsstraßen befanden sich zu diesem Zeitpunkt rund 250 S 21-Aktivisten.
Im Hauptbahnhof selbst und somit im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei kam es zu keinerlei Zwischenfällen. Die Deggendorfer Einsatzkräfte verbrachten eine relativ entspannte Nacht und kehrten am Abend wieder wohlbehalten in ihren Standort zurück.
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