31.01.2013 Chieming

BRK entsetzt - Warnung vor Ködern in Chieming

Giftköder: Rettungshund kämpft ums Leben


Schwerer Schlag für die Rettungshundestaffel des BRK Traunstein: Rettungshund „Filou“ kämpft nach dem Schlucken eines Giftköders in Chieming seit Mittwoch um sein Leben. Der BRK warnt Hundebesitzer auf der Hut zu sein und verdächtige Lockmittel zu melden.

Entsetzen bei der Rettungshundestaffel des Traunsteiner Roten Kreuzes: Am Mittwoch dieser Woche schluckte „Filou“, der Hund des Staffelleiters Martin Grassler, zwischen Egerer und der Turnhalle Chieming einen Giftköder, der in einem kleinen Schilffeld ausgelegt war. Trotz der sofortigen Einlieferung in eine Spezialabteilung der Münchner Uni-Klinik kämpft Filou noch immer um sein Leben – sein Zustand wird als kritisch bezeichnet.

 

Für die Rettungshundestaffel Traunstein ist das ein schwerer Schlag. Der Entlebucher Sennenhund Filou hatte erst im vergangenen Jahr mit Bravour seine erste Flächensuchprüfung bestanden und ist einer von derzeit sechs einsatzfähigen Hunden der Traunsteiner Staffel. Die Rettungshundeausbildung dauert etwa zwei bis drei Jahre bis zur ersten Prüfung. Diese muss dann alle 18 Monate neu abgelegt werden – nur dann dürfen die Hunde auch im Ernstfall eingesetzt werden.

 

Daher ist der Ausfall von Filou für die BRK-Staffel eine echte Katastrophe. „Selbst wenn er den Giftanschlag überleben sollte, können schwere neurologische Schäden zurückbleiben, die einen weiteren Einsatz als Rettungshund unmöglich machen“, so ein Sprecher der Staffel. Hundebesitzer im Raum Chieming werden um besondere Vorsicht gebeten. Es ist leider davon auszugehen, dass in diesem Bereich aktuell noch weitere Giftköder ausgelegt sind. Die Rettungshundestaffel Traunstein bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Täter.

 

Nach Auskunft der Gemeinde Chieming sind in den letzten beiden Tagen bereits mehrere Vorfälle dieser Art gemeldet worden. Es wird darauf hingewiesen, die Hunde speziell in diesem Bereich an der Leine zu führen und besonders darauf zu achten, dass diese nichts aufnehmen und fressen. Sollten Passanten oder Hundebesitzer Hinweise machen können, wird gebeten, sich unter Tel. 0861-9873-205 an die Polizei zu wenden.

Autor: Axel Effner/K. Thiel

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