OB-Wahl in Bad Reichenhall
Welche Fragen haben Sie an die Kandidaten?

Die Stadt Bad Reichenhall wählt in fünfeinhalb Wochen am Sonntag, 11. März, einen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin. Der Wahlkampf ist spannend, fünf völlig unterschiedliche Kandidaten buhlen um die Wählergunst: Amtsinhaber Dr. Herbert Lackner (CSU), die Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp (SPD), der Diplom-Volkswirt Martin Knabenreich (FWG), der Offizier Manfred Hofmeister (Grüne, parteilose Bürger) und allem Anschein nach hat auch der 28-jährige Informatiker Wolfgang Britzl (Piratenpartei) genügend Unterstützerunterschriften sammeln können.
Das Wochenblatt wird in einer der nächsten Ausgaben alle fünf Kandidaten vorstellen und eine Auswahl an gleichen Fragen vorlegen. Welche Fragen dies sind, legen wir in die Hand unserer Leser. Welche Fragen haben Sie an die OB-Kandidaten? Schicken Sie uns entweder bis Freitag, 10. Februar, ein Mail an redaktion-bgl@wochenblatt.de, einen Brief an die Postanschrift Wochenblatt Redaktion, Lindenstraße 7, 83395 Freilassing oder kommentieren Sie auf der Facebookseite des BGL-Wochenblattes (dies können Sie tun, wenn Sie vorher Gefällt mir gedrückt haben). Wir treffen eine Auswahl und legen allen fünf Kandidaten die gleichen Fragen vor.
Fest steht: Der Wahlkampf in Bad Reichenhall kommt nun in die Gänge, nachdem die Kandidaten benannt und Programme vorgestellt wurden. Jetzt gehen die Kandidaten verstärkt auf die Bad Reichenhaller zu, laden zu Veranstaltungen ein und besuchen Institutionen und Einrichtungen.
Auch überregional wird die Aufmerksamkeit größer. So berichtete am Freitag vergangener Woche die AZ über den exotischsten Bewerber, nämlich über Wolfgang Britzl von der Piratenpartei. Sänger Hans Söllner ruft inzwischen auf seiner Homepage zur Unterstützung von Britzl auf.
Einen äußerst professionellen, direkten und umtriebigen Eindruck vermittelt die SPD-Bewerberin, die als einzige Frau ins Rennen geht: Adelheid Rupp ist ein Politprofi und weiß Wahlkampf zu machen. Die Süddeutsche Zeitung hatte sie im Juli des vergangenen Jahres als „Die rabiate Rote” bezeichnet, nachdem der Streit mit einem ehemaligen Mitarbeiter vor Gericht gelandet war.
Amtsinhaber Dr. Herbert Lackner stieg relativ spät ins Wahlkampfgeschehen ein. Die CSU demonstriert Geschlossenheit und die Auftaktveranstaltung am Freitag vergangener Woche war mit 200 Besuchern die bisher am besten besuchte Veranstaltung in diesem Wahlkampf. Mit seiner überraschenden Aussage von einer „letzten Option”, die Stadt könne selbst im Notfall die Predigtstuhlbahn übernehmen, sorgt er aktuell für Diskussionen.
Schärfere Töne kamen bisher ausschließlich von der FWG, zwar nicht vom Kandidaten Knabenreich, aber von Stadtrat Friedrich Hötzendorfer, der bereits im Vorfeld angekündigt hatte, Kritik am Amtsinhaber zu äußern, ohne deshalb persönlich werden zu wollen.
Polit-Neuling Manfred Hofmeister aus Marzoll und die Grünen werden in diesen Tagen mit ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung loslegen.
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