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09.06.2012 Teisendorf

Tragödie in Teisendorf:

Vier Tote bei Hubschrauberabsturz


Vier Menschen sind bei einem Hubschrauberabsturz am Samstag, 9. Juni, in Teisendorf ums Leben gekommen. Der zivile Hubschrauber war offensichtlich von Augsburg in Richtung Salzburg unterwegs, als er gegen 17.15 Uhr südlich der Autobahn A 8 abstürzte.

+++ Update (zu den Aufräumarbeiten Bilder und Infos hier) ++++

 

Die Identifizierung der Opfer des gestrigen Hubschrauberabsturzes ist abgeschlossen. Bei den vier Insassen handelt es sich um den 26-jährigen Piloten sowie einen 29-Jährigen und zwei Frauen im Alter von 22 und 25 Jahren, alle aus dem Raum Lauf/Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land/Bayern). Zur Stunde werden am Unglücksort die Wrackteile geborgen. Die Ermittlungen zur Flugunfallursache dauern an.

Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, war der 26-jährige Pilot gestern Nachmittag, kurz nach 15:00 Uhr, am Flughafen Worms/Rhein mit dem Hubschrauber vom Typ ROBINSON R 44 zu einem Überführungsflug nach Salzburg gestartet. Bei einem Tankstopp am Flughafen in Augsburg stiegen dann die drei Passagiere in das für vier Personen zugelassene Fluggerät zu. Um 16:10 Uhr startete der Hubschrauber mit Flugziel Salzburg. Gegen 17:15 Uhr stürzte die Maschine dann aus noch nicht geklärter Ursache in ein Waldgebiet nahe der Autobahn München-Salzburg. Beim Absturz kamen alle vier Insassen ums Leben.

Zur Stunde findet die Bergung der Wrackteile statt. Aufgrund des unwegsamen Geländes und der schlechten Witterung gestaltet sich die Bergung für die eingesetzten Kräfte von Feuerwehr, THW und Bergwacht schwierig. Alle Wrackteile werden sichergestellt und dem Bundesamt für Flugunfalluntersuchung zur Verfügung gestellt. Die Ermittlungen zur Klärung der Absturzursache werden noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

 

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Beim Absturz eines zivilen Hubschraubers in einem hügeligen und bewaldeten Gebiet am Teisenberg südlich der Autobahn A8 sind alle vier Insassen ums Leben gekommen. Der Hubschrauber soll laut Meldung einer Nachrichtenagentur am Boden in Brand geraten sein, die Trümmer sind auf rund 200 Quadratmetern verstreut. Zum Unglücklszeitpunkt soll schlechte Sicht geherrscht haben. Die Identität der Flugunfallopfer ist derzeit noch nicht geklärt. Die Ermittlungen zur Absturzursache werden von der Kriminalpolizei Traunstein in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Traunstein und dem Bundesamt für Flugunfalluntersuchung geführt.

Laut Meldung von Bayernwelle Südost hatte der Pilot des in Österreich registrierten Hubschraubers kurz vor dem Absturz noch einen Funkspruch abgesetzt. Der Pilot kündigte dabei eine Notlandung an. Danach verschwand laut Austro Contral der Hubschrauber vom Radar. Ersten Informationen dürfte sich die Sicht wegen eines aufziehenden Gewitters verschlechtert haben. Der Robinson Helikopter R44 sei im Sichtflug unterwegs gewesen.

 

Das Rote Kreuz war mit zwei Notärzten, zwei Rettungswagen, dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, einer Motorradstreife und dem Einsatzleiter vor Ort, konnte den Insassen aber nicht mehr helfen.

 

In den Abendstunden nach dem tragischen Unfall sind neben Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Polizei fünf Krisenberater des BRK-Kriseninterventionsdienstes (KID) zur Betreuung von Ersthelfern und Angehörigen sowie die Bergwacht zur Trümmerbergung im unwegsamen Gelände im Einsatz.

 

Hier dir offizielle Pressemeldung der Polizei:

 

Beim Absturz eines zivilen, in Österreich zugelassenen Hubschraubers, in einem hügeligen und bewaldeten Gebiet nahe der Autobahn München-Salzburg A 8 kamen alle vier Insassen ums Leben. Unglücksursache und Identität der Opfer sind noch unklar.  Zur Zeit des Absturzes herrschten in der Region schlechte Sichtverhältnisse.



Nach bisherigen Erkenntnissen war die Maschine vom Typ ROBINSON R 44 gegen 16:10 Uhr von Augsburg in Richtung Flughafen Salzburg gestartet. Gegen 17:15 Uhr ist der Hubschrauber aus noch ungeklärter Ursache in einem bewaldeten Gebiet unweit der Autobahn München-Salzburg und nahe Wildberg, im Gemeindebereich Teisendorf, abgestürzt. Anwohner wurden auf das Absturzgeräusch aufmerksam und alarmierten Polizei und Rettungskräfte. Die Maschine wurde beim Aufprall völlig zerstört. Für die vier Insassen, zwei Frauen und zwei Männer,  kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. In Brand stehende Wrackteile mussten durch die Feuerwehr gelöscht werden. Der Unglücksort wurde durch Feuerwehr und Polizei weiträumig abgesperrt. Ein Polizeihubschrauber fertigte Luftbilder von der Absturzstelle.



Die Ermittlungen zur Absturzursache werden von der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Kriminalpolizei Traunstein unter Einbeziehung von Sachverständigen der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung geführt. Zur Identität der vier Insassen können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die diesbezüglichen Recherchen dauern an.  



Die Bergung der Wrackteile ist für Sonntagnachmittag vorgesehen.

Autor: Andrea Obele/BRK/wo
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