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15.10.2012 Berchtesgaden

Tragischer Verkehrsunfall in Unterau:

Lastwagenfahrer kracht ins Haus und stirbt


Zu einem tödlichen LKW-Unfall kam es am Montag Nachmittag, 15. Oktober, in Berchtesgaden.

Ein Lastwagenfahrer ist am Montagnachmittag, 15. Oktober in der Unterau aus bisher ungeklärter Ursache nach rechts von der stark abschüssigen Reckensbergstraße abgekommen und in den Anbau eines Wohnhauses geprallt. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz konnten nichts mehr für den schwer eingeklemmten Mann tun, der nach erster Einschätzung des Notarztes sofort tot war; die einzige im Haus anwesende Frau kam mit dem Schrecken davon. Nach ersten Schätzungen entstand rund 320.000 Euro Sachschaden.

 

Die Leitstelle Traunstein schickte um 15.37 Uhr zunächst die Freiwillige Feuerwehr Berchtesgaden und das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen, einem Krankenwagen, dem Berchtesgadener Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst zum Unfallort. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Berchtesgaden forderte zur Verkehrsregelung die Freiwillige Feuerwehr Marktschellenberg und den Löschzug Au nach. Da aus dem schwer beschädigten Gebäude kurz Rauch aufstieg und zunächst unklar war, ob Einsturzgefahr besteht, mussten auch der örtliche Stromversorger und der Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) ausrücken.

 

Der Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes kümmerte sich um die geschockte, aber ansonsten unverletzte Hausbewohnerin und später um die Angehörigen des Verstorbenen. Beamte der Polizeiinspektion Berchtesgaden nahmen die Ermittlungen zur genauen Ursache des tragischen Unfalls auf. Die Feuerwehr war mit elf Fahrzeugen und rund 60 Einsatzkräften vor Ort und wurde vom THW unterstützt. Die schwierige Bergung des Lastwagens zog sich über mehrere Stunden hin, wobei das Fahrzeug zunächst wegen seiner instabilen Lage per Seilwinde am Rüstwagen gesichert wurde. Gegen 18.20 Uhr waren dann ein Schwerlastkran und ein Spezial-Abschleppwagen vor Ort, mit denen das Fahrzeug angehoben und bis 19.30 Uhr aus dem Gebäude gezogen werden konnte. Die Feuerwehr musste auch Betriebsmittel binden, die aus dem beschädigten Lkw ausgelaufen waren.

 

Die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Behandlung und Transport Süd der BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden sicherten die Arbeiten von Feuerwehr und THW sanitätsdienstlich ab und verteilten wegen der nasskalten Witterung auch heißen Tee und Semmeln an die Einsatzkräfte. Das schwer am Anbau und Dachstuhl beschädigte, vorrübergehend nicht bewohnbare Gebäude wurde behelfsmäßig abgesichert. Die Bewohner kamen für die Nacht bei Verwandten unter.

 

Autor: wo/BRK
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