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23.05.2012 Bad Reichenhall

Ainringer dürfte schon länger im Wald gelegen haben

Hundeführer findet schwer erkrankten 26-Jährigen

Blaulicht
Foto: Polizeipräsidium Obb.
Besorgter Arbeitgeber setzt Notruf ab: Mann hilflos am Reichenhaller Tierheim.

Ein Suchhundeführer der Polizei hat am Dienstagmittag, 22. Mai, einen 26-jährigen Ainringer gefunden, der sich mit medizinischen Problemen hilflos im Bereich des Reichenhaller Tierheims aufhielt. Der besorgte Arbeitgeber des Mannes hatte zuvor einen Notruf abgesetzt, nachdem der Mann am Handy nur bruchstückhaft einzelne Worte wie „Wald“ oder „Saalach“ äußern konnte.

 

Am Dienstagvormittag gegen 11.30 Uhr meldete sich ein besorgter Arbeitgeber bei der Polizeiinspektion Bad Reichenhall und gab an, dass er seinen 26-jährigen Mitarbeiter vermisst. Der Ainringer war nicht wie üblich um 6.30 Uhr zum Dienst erschienen. Gegen 11 Uhr erreichte er den 26-Jährigen schließlich auf seinem Handy; der Ainringer konnte sich jedoch so gut wie gar nicht artikulieren und brachte nur noch einzelne Worte wie „Wald“ und „Saalach“ heraus. Da davon auszugehen war, dass sich der 26-Jährige in einer hilflosen Lage befindet und dringend medizinische Hilfe benötigt, wurden kurzfristig die Polizeikräfte des Einsatzzuges Traunstein, die anlässlich des Kreta-Gedenkens zur Unterstützung in Bad Reichenhall eingesetzt waren, in die Suche mit eingebunden.

 

Ein Hundeführer konnte den Ainringer schließlich gegen 12 Uhr in der Nähe des Tierheims in Bad Reichenhall auffinden. Obwohl es dem Mann bereits etwas besser ging, musste er von einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert werden. Wie lange er schon im Wald lag und sich nicht mehr artikulieren konnte, war zunächst unklar. Nach erster Einschätzung der Rettungsassistenten dürfte jedoch ein medizinisches Problem vorgelegen haben.

Autor: wo/BRK

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