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07.09.2012 Salzburg

Falsches Gold-Granulat in Salzburg:

Goldhändler um 75 000 Euro betrogen


Am 07.09.2012, um 10:54 Uhr wurde via Notruf von einem Angestellten einer Goldverkaufs-Firma in der Rainerstraße die Polizei verständigt, da sich dort soeben ein Betrug im Zuge eines Goldankaufes ereignet habe. Eine Alarmfahndung wurde ausgelöst.

Am Abend zuvor begab sich ein unbekannter Mann, vermutlich ungarischer Herkunft, in das o.a. Goldgeschäft und gab an, dass er ca. 2 700 Gramm Gold-Granulat verkaufen wolle. Er übergab einem Angestellten sieben Stück Granulat zur Probe und vereinbarte einen Termin für Freitag, 11 Uhr, zur Abwicklung des Geschäftes. Die sieben Stück Gold-Granulat wurden getestet und festgestellt, dass es sich um echtes Gold handelt. Zur genaueren Abklärung des Wertes wurden die Proben in der zweiten Filiale der Firma in München, mittels Röntgen-Spektrometer, untersucht und wurde festgestellt, dass es sich um sehr hochwertiges Gold handelt (97% - 100 % Reinheit).

Am Freitag erschien nun der unbekannte Mann, um ca. 10:45 Uhr in der Geschäftsfiliale in der Rainerstraße. Bei sich hatte er einen Plastiksack mit insgesamt 2500 Gramm Gold-Granulat. Die beiden Angestellten des Geschäftes verlangten eine neuerliche Probe, weshalb der Unbekannte ca. 15 bis 20 Granulat-Stücke aus dem Plastiksack entnahm.

 

Auch bei diesen Proben ergab der Test, dass es sich um echtes Gold handelt. Folglich wurden dem Unbekannten, wie vereinbart, 75.000 Euro in bar übergeben. Daraufhin ließ dieser den Sack mit dem Gold-Granulat am Tresen stehen, sagte, dass er dringend zu seiner Frau müsse und verließ sofort das Geschäft. Aufgrund dieses Verhaltens entnahmen die Angestellten nochmals einige Gold-Stücke aus dem Sack und testeten diese. Dabei stellten sie fest, dass alle weiteren getesteten Goldstücke falsch waren und verständigten die Polizei.

 

Der unbekannte Täter flüchtete in Richtung Salzburger Hauptbahnhof. Aufgrund weiterer Zeugenaussagen dürfte der Mann in Begleitung einer Frau gewesen sein. Beide sprachen wahrscheinlich miteinander ungarisch.

 

Mann, ca. 35-40 Jahre alt, ca. 175 – 180 cm groß, kräftige Statur, osteuropäisches Aussehen, kurze, dunkle Haare, kein Bart, keine Brille, bekleidet mit blau-grauem Anzug, weißem Hemd, schwarzen Schuhen, trug eine auffällige Uhr (Rotgold mit dunklem Lederband)

 

Frau, ca. 40 Jahre alt, 170 cm groß, blond-brünettes Haar, hellblaues Kostüm, vermutlich ungar. Staatsangehörige.

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