Zwei Angestellte leicht verletzt
Eine halbe Million Euro Schaden: Gasthof Johannishögl im Vollbrand
Am Sonntagvormittag, 30. September, ist aus bisher ungeklärter Ursache der Dachstuhl des Berggasthofes am Johannishögl in Brand geraten, hat auf das Gebäude übergegriffen und dabei einen erheblichen Sachschaden verursacht. Zwei Personen wurden durch die entstehenden Rauchgase leicht verletzt. Die 30 Gäste konnten sich unverletzt ins Freie retten.
Gegen 10 Uhr ging der Notruf die Integrierte Rettungsleitstelle Traunstein über einen Brand mit starker Rauchentwicklung bei einem Gasthof im Pidinger Ortsteil Kleinhögl, Johannishögl ein. Daraufhin rückten die Feuerwehren aus Piding und den benachbarten Gemeinden Ainring, Anger, Aufham und Bad Reichenhall zur Brandbekämpfung aust. Auch die örtliche Einsatzleitung, das Technische Hilfswerk und das Landratsamt Berchtesgadener Land wurden alarmiert.
Beim Eintreffen der Feuerwehren stand bereits der Dachstuhl des Bergasthofes in Flammen, Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt offensichtlich nicht mehr im Gebäude. Vom Roten Kreuz wurden vier Rettungswagen, ein Krankenwagen, drei Notärzte, der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst an die Einsatzstelle geschickt.
Etwa 30 Gäste befanden sich bei Brandausbruch im Gasthof, die sich jedoch selbst in Sicherheit bringen konnten. Sie wurden vom Roten Kreuz betreut und konnten alle selbständig mit einem Bus nach Hause. Zwei Angestellte mussten mit einer leichten Rauchvergiftung nach notärztlicher Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht werden. Der Einsatzleiter Rettungsdienst forderte aufgrund des ausgedehnten Brandes und der voraussichtlich langdauernden Löscharbeiten die Schnelleinsatzgruppen (SEG) Transport Nord und Süd aus Freilassing, Ainring, Laufen, Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Teisendorf an.
Aufgrund der exponierten Lage des Gasthofes gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig, so dass ein Vollbrand des Anwesens nicht mehr zu verhindern war. Zur Löschwasserversorgung musste eine lange Schlauchleitung von etwa 500 Meter mit mehreren Pumpen aufgebaut werden. Zudem wurden von den umliegenden Feuerwehren Bayerisch Gmain, Bad Reichenhall und Bischofswiesen Tanklöschfahrzeuge und Atemschutzträger nachgefordert. Der Brand konnte dennoch durch die Einsatzkräfte gegen 12.00 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Zufahrtsstraße für den Durchgangsverkehr abgesperrt werden. Derzeit laufen noch Abbruch und Nachlöscharbeiten am Gebäude.
Die Kriminalpolizei Traunstein hatte die Ermittlung zur Brandursache übernommen. Nach ersten Erkenntnissen wird der Sachschaden derzeit auf rund 500.000 Euro geschätzt.
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