Etwas geknickt ist Andreas Wirnstl aus Surheim schon, als er von seinem Sturz beim ersten Lauf der Red Bull-Crashed-Ice-WM erzählt: „Es war eine der anspruchsvollsten Strecken bisher und ich habe an dieser einen schwierigen Stelle fast schon mit einem Sturz gerechnet, und deshalb von Anfang an Gas gegeben, um Zeit herauszufahren.” Als erster erreicht er den so genannten „Double”, stürzt und nach ihm auch ein Fahrer aus den USA. Dieser rutscht ihm zwischen die Beine und beide kommen der nächsten Schikane viel zu nahe, um noch ausreichend Schwung zu haben. „Viele konnten das Rennen gar nicht mehr mitfahren, weil sie sich beim Training genau hier schwer verletzt hatten”, erzählt Wirnstl weiter.
Trotzdem hat er sich für den nächsten WM-Lauf, der am 4. Februar in Valkenburg in den Niederlanden stattfindet, qualifiziert, und zwar mit einem dritten Platz bei der Österreichischen Meisterschaft, die in diesem Jahr zum ersten Mal stattgefunden hat.
In Valkenburg erwartet ihn die bisher längste Strecke, die er beim Crashed Ice zu bewältigen hatte: 80 bis 100 Meter länger ist der Parcours, der mit einem sehr steilen Start beginnt. Trotz aller Enttäuschung ist Wirnstl voll motiviert, die mal ganz vorne mit dabei zu sein: „Man sieht halt bei solchen Situationen, dass es nicht nur aufs Können, sondern auch aufs Glück ankommt – und dass man nichts planen kann.”
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