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07.06.2012 Bad Reichenhall

Im Abstieg über die Bartlmahd schwer am Fuß verletzt:

48-Jährige in Bergnot


Bergwacht & „Christoph 14“ fliegen 48-jährige Oberösterreicherin vom Staufen per Rettungstau ins Tal.

Eine 48-jährige Bergsteigerin aus dem Innviertel hat sich am Donnerstagnachmittag beim Abstieg vom Hochstaufen über die Bartlmahd so schwer am Fuß verletzt, dass sie von der Bergwacht und der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ per Rettungstau ins Tal geflogen werden musste.

 

Die Frau war mit einer größeren Gruppe über den Goldtropfsteig zum Reichenhaller Haus aufgestiegen und dann über den Normalweg an der Bartlmahd vorbei zurück ins Tal gegangen. In rund 1.200 Metern Höhe, knapp oberhalb der Waldgrenze, passierte dann der Unfall: Die 48-Jährige stolperte am Weg und verletzte sich schwer am Fuß. Die über Notruf verständigte Leitstelle Traunstein alarmierte gegen 13.50 Uhr den Bergwacht-Einsatzleiter im Saalachtal, der neben den Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing auch den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ anforderte.

 

Die Besatzung konnte die Einsatzstelle trotz der vielen Leute am Berg rasch orten und ließ ihren Notarzt im Schwebeflug bei der Verletzten aussteigen. In der Reichenhaller Kaserne montierte sie dann ein 25 Meter langes Rettungstau am Hubschrauber, mit dem eine Bergwacht-Luftretterin zur Unfallstelle geflogen wurde, die die Patientin in einem Rettungssitz sicherte. Die 48-Jährige konnte zusammen mit dem Notarzt sicher ins Tal geflogen werden, wo sie eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes zum Weitertransport in die Kreisklinik Bad Reichenhall übernahm. Währenddessen holte der Pilot noch die Bergwachtfrau per Tau ab und brachte sie zum Tallandeplatz. Fünf Einsatzkräfte der Bergwacht waren rund eine Stunde lang gefordert.
 

Autor: Andrea Obele
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