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25.06.2013 Regen

Landkreis REG als Ferienregion attraktiver machen

arberaktivCard vorgestellt

Regen - Malerwinkel
Foto: L.Wandtner
Die offizielle All inklusiv-Karte des Landkreises Regen wurde vorgestellt - jetzt werden Akzeptanzpartner gesucht

„Die arberaktivCard bietet gleich zwei Chancen“, sagt Landrat Michael Adam. Die offizielle All inklusiv-Karte des Landkreises Regen soll zum einen die Region als Urlaubsregion noch attraktiver machen, zum anderen bietet sie alle öffentlichen und privaten Einrichtungen die Chance neue Besucher und Gäste zu gewinnen. In den vergangenen Monaten wurde intensiv an der Einführung der Karte gearbeitet, nun wurde das Projekt im Landratsamt Regen den Bürgermeistern und Touristikern aus dem Landkreis Regen offiziell vorgestellt.


„In vielen Regionen Deutschlands gibt es bereits ähnliche Kartensysteme“, erklärte Adam zu Beginn der Veranstaltung, der Landkreis Regen dürfe die Entwicklung nicht verpassen und so habe man nicht nur die Chance neue Einnahmen für defizitäre Einrichtungen zu gewinnen, sondern auch die Gelegenheit das Gästeangebot deutlich zu verbessern, so der Landrat weiter. Die offizielle Vorstellung der arberaktivCard übernahm Andreas Lambeck. Unter seiner Leitung hatte eine Arbeitsgruppe die Details erarbeitet. Als technische Partner werden die Firmen Reif Systemtechnik in Zwiesel und Aktivweb in Bodenmais tätig sein, so Lambeck in seinen einleitenden Worten. Der Tourismusexperte ging zunächst auf das Potential im Landkreis Regen ein. Man zähle jährlich rund 2,7 Millionen Übernachtungen, wenn nur 20  Prozent der Vermieter bei der arberaktivCard mitmachen würden, dann würden stolze 540.000 Übernachtungen auf das Kartenkonto gehen. Pro Übernachtung ist eine Gebühr von 1,80 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer fällig, bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Hälfte. So würden 972.000 Euro in den Umlagetopf fließen. Abzüglich von zehn Prozent Verwaltungskosten würden so am Ende rund 875.000 Euro an die Akzeptanzpartner ausgeschüttet.


„Akzeptanzpartner kann grundsätzlich jeder werden“, betonte Lambeck, wobei die Partner freien Eintritt garantierten müssten. „Wir wollen keine Bonuskarte, wir wollen eine echte All inklusiv-Karte“, sagt Lambeck, denn nur diese bringe wirklich auch einen deutlichen Mehrwert für die Gäste, einen Mehrwert, der den beteiligten Beherbergungsbetrieben einen Wettbewerbsvorteil bringe. Jeder Vermieter könne dabei selbst entscheiden, ob er sich mit seinem Betrieb beteiligen wolle. Die Kosten könnte er auf die Gäste umlegen, denn der Mehrwert sei klar für den Gast erkennbar. Der Gastgeber könnte durch diesen Mehrwert seinen Übernachtungspreis anheben.
Neben den Vermietungsbetrieben, die bereit sind, die arberaktivCard für ihre Gäste einzuführen, werden auf der anderen Seite alle öffentlichen und privaten Freizeitanbietern aufgerufen als Leistungsträger mitzumachen. „Das kann für Museen, Minigolfanlagen, Skibetriebe, Bäder und andere Einrichtungen die Möglichkeit sein, neue Gäste zu gewinnen, und somit mehr Geld zu erwirtschaften“, erklärt Lambeck. Die teilnehmenden Freizeiteinrichtungen müssten dabei nicht viel investieren; lediglich ein Kartenlesegerät muss angeschafft werden. „Die Gesamtkosten sind einmalig unter 200 Euro“, betont Lambeck und ein Internetanschluss sei notwendig. „Die Besucher mit der arberaktivCard werden gezählt.“ Je nach Höhe des Eintrittspreis und Besucheranzahl werde dann die Ausschüttung an die teilnehmenden Einrichtungen weitergeleitet. Dies solle zeitnah geschehen, so dass die Einrichtungen „nicht bis zum Jahresende auf ihr Geld warten müssen.“


„Für viele Einrichtungen, wie dem Landwirtschaftsmuseum oder Eishalle, kann durch das System sicherlich Mehreinnahmen in die Kassen spülen“, ist Lambeck überzeugt. Start der arberaktivCard soll am 1. November 2014 sein. „Vorher geht es nicht, denn die beteiligten Vermieter müssen die Karte mit in die Kataloge aufnehmen und es muss intensiv für die neue Gästekarte getrommelt werden.“


In den kommenden Wochen und Monaten wollen Evi Reif (Reif Systemtechnik), Uwe Weikl (Aktivweb) und Andreas Lambeck kräftig die Werbetrommel für die arberaktivCard rühren. „Wir haben allen Touristinformationen angeboten, dass wir in ihre Kommunen kommen und bei Vermieterversammlungen das Kartensystem vorstellen“, berichtet Lambeck. Ferner wolle man das Gespräch mit Betreibern von Einrichtungen führen und diese über die Möglichkeiten informieren. In einem ersten Schritt seien die Bürgermeister über die Möglichkeiten unterrichtet worden. Dabei haben einige Kommunen bereits ihr Interesse signalisiert, mit ihrem Bad oder ihrem Museum, als Akzeptanzpartner dabei zu sein.

Autor: pm / LRA Regen