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16.09.2012 Regen

Regener Bürgermeisterin bestätigt

Ilse Oswald gewinnt die Wahl

Ilse Oswald
Foto: L.Wandtner
51,36 Prozent – Bürgermeisterin Ilse Oswald ist für weitere knapp acht Jahre in ihrem Amt bestätigt worden.

Schon früh am Abend war klar: Ilse Oswald wird im Amt bleiben. Die ersten Ergebnisse der Auszählungen ergaben mehr als 60 Prozent für die Bürgermeisterin. Zum Schluss wurde es - fast - noch einmal spannend. Aber die Bürgermeisterin konnte ihren Vorsprung halten. Mit 51,36 Prozent haben die Regener Bürgerinnen und Bürger ihre Rathauschefin im Amt bestätigt.

 

Dabei sprach sie selbst davon, am Wahlsonntag ein Wechselbad der Gefühle durchlebt zu haben. „Vor allem habe ich gehofft, dass es zu keiner Stichwahl kommt“, sagt sie. Nervös war sie – mit Grund, denn sie hat es selbst vor sechs Jahren erlebt, als der Amtsinhaber Walter Fritz von ihr entthront wurde, dass ein Wahltag für einen Bürgermeister gefährlich sein kann. Sie sieht die Wiederwahl jetzt als Bestätigung ihrer Arbeit „und das gibt mir natürlich neue Motivation für kommende Aufgaben."

 

Auf Platz zwei bei dieser Wahl landete CSU-Kandidat Hermann Keilhofer. Der 49-Jährige war natürlich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden, zeigte sich aber als fairer Verlierer. „Wenn man antritt, muss man mit Niederlagen rechnen“, sagte er am Wahlabend dem Wochenblatt. „Das ist gelebte Demokratie." Er habe in den vergangenen Wochen versucht, einen fairen Wahlkampf zu führen. „Wir haben Sachthemen präsentiert, haben versucht zu argumentieren. Wenn das die Wählerinnen und Wähler nicht überzeugt, akzeptiere ich das." Er selbst sehe es sportlich: „Ich hatte meine Chance. In acht Jahren werden ich bestimmt nicht mehr antreten. Mit dann 57 Jahren muss mach nicht mit Gewalt versuchen, irgendetwas zu reißen." Sein Ergebnis: 24,66 Prozent.

 

SPD-Kandidat Andreas Kroner machte keinen Hehl daraus, mit dem Wahlausgang nicht zufrieden zu sein. Dabei gehe es ihm weniger um das eigene Ergebnis von 23,97 Prozent. Vielmehr habe er auf eine Stichwahl gehofft, wie er sagt. „Für mich selber: Als Neuling ist es ein gutes Ergebnis, ich hätte mir zwar mehr gewünscht, aber ich kann damit zufrieden sein“, sagt er. Er habe im Wahlkampf deutlich gespürt, dass er an der Aufgabe gewachsen sei, dass er viel Erfahrung sammeln habe können. Deshalb lässt er keinen Zweifel daran: „Ich möchte natürlich in acht Jahren noch einmal antreten.“ Jung genug ist er, denn bis zur Wahl im Jahr 2020 ist Kroner erst Anfang 30.

Autor: Lothar Wandtner