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27.07.2012 Regen

Wahre Geschichten

Feuerwehr rettet Katze – und wird danach mit Anzeige bedroht

Feuerwehr
Foto: Ursula Hildebrand
Die Feuerwehr in Regen rettete eine eingeklemmte Katze - während sich alle freuten, drohte Hausverwaltung mit Anzeige gegen die Floriansjünger

Die Feuerwehr rückt aus. Sie rettet, löscht, hilft. Doch  - nicht jedem gefällt das, wie ein Beispiel vom Donnerstag aus Regen zeigt.

 

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurden die FFW Regen und die Polizei am Donnerstagabend gerufen. Eine kleine Katze war vom Dach her in einen schmalen Spalt zwischen zwei zusammengebauten Fertiggaragen gefallen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Der 12-jährige Katzenbesitzer hörte das laute Miauen und da er langsam Angst bekam, wurde von der Mutter die Feuerwehr verständigt.

 

Zuvor hatte die Nachbarschaft schon über eine Stunde versucht, das Tier zu befreien. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Mann und Fahrzeugen an. Verschiedene Möglichkeiten wurden versucht, um der Katze aus ihrer misslichen Lage zu helfen. Keiner der Versuche führte jedoch zum Erfolg. Unter anderem wurde auch erwogen, ein Loch in eine der Garagenwände zu flexen, um der Katze einen Ausgang zu schaffen. Schließlich wurde im Bodenbereich ein Loch gebohrt, welches groß genug sein sollte für das Tier. Nach kurzer Wartezeit zeigte sich die Katze vorsichtig an der Öffnung und die Feuerwehr zog sie aus dem schmalen Spalt.

 

Alle Beteiligten, besonders der Junge, waren sichtlich froh, dass der junge Stubentiger augenscheinlich unverletzt geblieben war. Einige Anwohner, die die Rettungsaktion von Anfang an verfolgt hatten, waren voll des Lobes über die Feuerwehr, welche über zwei Stunden intensiv mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte, der kleinen Katze zu Hilfe zu kommen.



Als die Einsatzkräfte gerade abrücken wollten, erschien ein Verantwortlicher der Hausverwaltung, zu der die Garagen gehörten, und drohte dem Kommandanten der FFW und der Mutter des Katzenbesitzers lautstark mit Anzeigen wegen Sachbeschädigung, obwohl die Mutter des Jungen für den entstandenen Schaden aufkommt. Die Redaktion des Bayerwald Wochenblatt kommentiert normalerweise Polizeiberichte nicht. Doch hier sei einmal eine Ausnahme gestattet: „Geht's noch?"

Autor: pm