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17.08.2012 Regen/Deggendorf

Zum Teil abgeschlossen

Ermittlungen gegen Geldgeber des verstorbenen Landrats Wölfl laufen

Heinz Wölfl
Foto: L.Wandtner
Die Ermittlungen gegen einen Großteil der Personen, die dem am 16. August 2011 durch Suizid ums Leben gekommen Landrat Wölfl Geld zugewendet haben, sind teilweise abgeschlossen.

Aufgrund einer bei der Staatsanwaltschaft Deggendorf am 31. August 2011 eingegangenen anonymen Anzeige wurden in der Folgezeit gegen 19 Beschuldigte Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung eingeleitet.

 

Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Verstorbene auf Grund seiner langjährigen Spielsucht hoch verschuldet war und von verschiedenen Personen aus der Region Geldzuwendungen in Form von ungesicherten Darlehen erhalten hat. Es bestand der Verdacht, dass die Gelder im Zusammenhang mit seiner Dienstausübung an ihn geflossen sind. Im Rahmen der sehr umfangreichen Ermittlungen wurden bis zum 17. Juli 2012 eine Vielzahl von Zeugen vernommen, insbesondere Mitarbeiter des Landratsamtes Regen, sowie über 30 Objekte durchsucht, darunter das Landratsamt Regen. Es wurde hierbei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das gemeinsam mit der Kriminalpolizeiinspektion Landshut ausgewertet wurde.

 

Bei 14 der 19 Beschuldigten wurde das Ermittlungsverfahren inzwischen eingestellt. Es konnte nicht hinreichend sicher festgestellt werden, dass mit der Darlehensgewährung eine vergangene Dienstausübung von Landrat Wölfl honoriert oder auf eine zukünftige Dienstausübung Einfluss genommen werden sollte. Gegen fünf Beschuldigte sind die Ermittlungsverfahren wegen Vorteilsgewährung noch nicht abgeschlossen.

 

Des Weiteren wurden gegen fünf Verantwortliche verschiedener Geldinstitute in Niederbayern im Zusammenhang mit der Gewährung von Krediten an Landrat Wölfl Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet. Vier Geldinstitute wurden im Zuge dieser Ermittlungen Ende März 2012 durchsucht. Diese Ermittlungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen.

 

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Autor: pm