wahlen
14.08.2012 Teisnach

"Technik-Checker"

Das etwas andere Ferienlager: Berufe „checken“ für die Zukunft


1. „Technik-Checker“-Camp in Ostbayern: Berufsorientierung bei Rohde & Schwarz mit Spiel, Spaß und Spannung.

Die Ausrede „verschlafen“ gibt es in Zukunft für 13 Jungs aus ganz Bayern nicht mehr. Im Zuge des ersten „Technik-Checker“-Camp in Ostbayern haben sie bei Rohde & Schwarz in Teisnach ihren eigenen elektronischen Wecker von Gehäuse bis Platine komplett selbst gebaut. Sie erlebten dabei verschiedene technische Ausbildungsberufe hautnah. Die Jungs im Alter von zwölf bis 14 Jahren konnten an fünf Tagen Eindrücke aus der Arbeitswelt sammeln.

 

 

Sie haben geplant und koordiniert, gelötet und gefräst, sie haben ihr Wissen ausgetauscht und sich gegenseitig unterstützt. Hilfe erfuhren sie dabei zusätzlich von Auszubildenden und Ausbildern. Doch nicht nur die Orientierung in Sachen Beruf stand beim „Technik-Checker“-Camp, das vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) in Kooperation mit Rohde & Schwarz veranstaltet wurde, auf dem Plan. Auch soziale Kompetenzen wurden gezielt geschult.

 

So war es kein Wunder, dass es an den Abenden immer etwas länger geworden ist und auch hin und wieder die Betreuer ein kleines Machtwort sprechen mussten. „Wir sind jeden Abend zusammengesessen und es war immer gemütlich“, waren sich die Jungs am Ende einig. Auch ein Freizeitprogramm am Nachmittag darf bei einem Feriencamp natürlich nicht fehlen. So ging es auf die Sommerrodelbahn, ein Fußballspiel gegen die Azubis wurde ausgetragen, oder die Schüler tobten sich einfach am Pool in ihrer Unterkunft am Gießhübel in Gotteszell aus.

 

Schon nach fünf Tagen war das Erlebnis wieder zu Ende. Sichtlich gut gelaunt und als geschlossene Einheit präsentierten die Schüler, die anfänglich Verständigungsprobleme durch die verschiedenen Dialekte hatten, die vergangene Zeit ihren anwesenden Eltern, Geschwistern und Veranstaltern. Dabei wussten die Jungs zu jeder Zeit die Zuhörer neben den vielen Informationen auch zu unterhalten: „Als uns unserer Eltern alleine zurückgelassen haben“, begann einer. Für den nächsten war das Highlight des Camps: „Als wir heim kamen waren die Betten jeden Tag gemacht.“

 

Von einer Win-Win-Situation sprach der Teisnacher Werkleiter von Rohde & Schwarz Johann Kraus. „Vielleicht haben wir den einen oder anderen überzeugen können. Oder der Filius weiß zumindest, wo er hin soll“, sagte Kraus.
Der Ausbildungsleiter Alexander Glasl freute sich besonders, dass sie gleich alle gemeinsam auf einer „Wellenlänge“ waren und vor allem, dass die Jungs enge Freundschaften geschlossen haben.

Autor: Manuel Ebner