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21.10.2012 Wien

Jahrgangstreffen werden out

Facebook macht persönliche Treffen überflüssig


Facebook macht persönliche Treffen zwischen Menschen aufgrund der einfachen Kommunikation über das Internet zunehmend obsolet.

In der Folge wird zum Beispiel sozialen Events wie Jahrgangstreffen immer weniger Bedeutung zugemessen. Denn alles, was man über Personen erfahren möchte, ist bereits auf Facebook auffindbar, wie Mashable berichtet.

 

Weltweite Netzwerke

"Facebook ist eine Evolution der Kommunikationswelt", erklärt Jonny Jelinek, Geschäftsführer der Social-Media-Agentur webfeuer. Die Plattform erleichtere die Kontaktpflege, das Erstellen von Gruppen sowie eigene Events und Treffen, wofür früher aufwendige Telefonate, SMS oder Briefe benötigt wurden. "Ich würde nicht sagen, dass die Menschen an sich durch Facebook bequemer geworden sind, sondern das Netzwerk ihnen lediglich vieles erleichtern kann", so der Experte.

Dem Fachmann nach muss jedoch ein Unterschied der Kontaktpersonen gemacht werden. Wenn es sich laut Jelinek um neue Bekanntschaften handelt, nehmen sich Menschen mehr Zeit dafür, diese näher und persönlich kennenzulernen. "Außerdem ermöglicht Facebook, dass sich Menschen weltweit annähern, was früher nicht machbar war", führt er aus. In dieser Hinsicht käme die Plattform ihrem Motto "stay connected" gerecht.

 

Freundschaft neu definiert

"Facebook hat das Wort 'Freundschaft' neu definiert und verwässert", ergänzt der Social-Media-Fachmann. Im normalen Leben hätte Freundschaft dahingehend eine gänzlich andere Bedeutung als im Netzwerk. Nutzer, die auf der Plattform rund 5.000 Freunde hätten, kennen möglicherweise nur ein Prozent davon persönlich.

"Die gesamte Social-Media-Entwicklung ist wie auch zu Beginn des Handys eine entscheidende Kommunikationsentwicklung und fixer Bestandteil des alltäglichen Lebens", erläutert Jelinek. Die Netzwerke seien in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Es entstehen unter anderem auch Gruppenzwänge zur Nutzung der Plattformen. "In Schulen gilt man heutzutage schon als Außenseiter, wenn man keinen Facebook-Account hat und nicht über die neuesten Ereignisse Bescheid weiß", schließt er ab.

Autor: pte/ms

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