31.01.2016 Welt

Grauzonen in Richtlinien oftmals wertvoll für Anbieter von Sexfilmen

YouTube: Viele Pornos hinter Tutorials versteckt

Süßes auf nacktem Rücken
Foto: JOYclub.de/Thomas Braun
Pikante Filme auf YouTube sorgen im Netz für einen Aufschrei zahlreicher User, denn eigentlich sollten pornografische Inhalte auf Googles Videoportal verboten sein.

Die britische Boulevard-Zeitung "The Daily Star" http://dailystar.co.uk hat sich auf dem weltgrößten Videoportal einmal umgesehen und wurde fündig.

Harmlose Titel nicht selten

In YouTubes Richtlinien ist festgelegt, welche Inhalte nicht hochgeladen werden dürfen. Dazu gehören Pornos sowie zu viel Freizügigkeit. Doch daran halten sich nicht alle User - und die Filter schlagen oft nicht an. The Daily Star fand fünf Videos, die beim Lesen des Titels zwar auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, aber nicht anstößig wirkten. Was die Netzgemeinschaft nach dem Klick jedoch sehen kann, ist alles andere als jugendfrei.

Eines dieser Videos soll ein Rasier-Tutorial für die Beine von Frauen darstellen. Doch nach kurzem Fokus auf den Rasierer geht der Clip in eine unverhüllte Ansicht einer badenden Frau über, die sich lasziv bewegt. Ein weiteres 30-minütiges Video soll laut Beschreibung professionelles Waxing bei Männern demonstrieren. Tatsache ist, dass selbst die Genitalien des Mannes nicht zensiert sind und die scheinbare Kosmetikerin sich nicht scheut, ihn dort auch eindeutig anzufassen.

Anbieter nutzen Grauzonen

Der Konsum von Undercover-Pornos dieser Art ist beliebt. Nicht zuletzt deswegen versuchen Anbieter, ein breites Publikum abzudecken und Grauzonen auszunutzen, um ihre Clips zu verbreiten.

Die Tutorial-Kategorie scheint für die Anbieter des "besonderen" Contents ein lohnender Bereich zu sein, denn auch eine Anleitung für das korrekte Überziehen eines Kondoms entpuppt sich als pikantes Filmchen. Grund für die Verfügbarkeit dieser Videos ist die Tatsache, dass YouTube in seinen Richtlinien angibt, dass Nacktheit nur dann erlaubt ist, wenn der Inhalt der Videos bildenden oder einen wissenschaftlichen Nährwert besitzt, Pornografie sollte jedoch eigentlich verboten bleiben. Genau diese schwammige Grenze nutzen die Anbieter der anstößigen Clips gerne aus, trotz der zahlreichen Kommentare darunter, dass die Videos eher auf YouPorn gehören sollten und dort sicherlich mehr Zugriff hätten.

Autor: pte/ms

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