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06.04.2012 Großbritannien

„Father of Loud“ mit 88 verstorben:

Verstärker-Erfinder Jim Marshall tot


Schon am Donnerstag ist der Namensgeber und Erfinder der Marshall-Verstärker im Alter von 88 Jahren verstorben.

Das britische Unternehmen trauert auf seiner hompage:
 

„Mit großer Trauer müssen wir den Tod unseres zutiefst verehrten Firmengründers, Wegbereiters und Freundes, Dr. Jim Marshall, OBE, bekannt geben.

Wir verneigen uns vor einem zur Legende gewordenen Mann, der sein wahrhaft bemerkenswertes Leben in vollen Zügen genossen hat.

Jims Aufstieg in die Geschichtsbücher als „Father of Loud“ und als der Mann, der für 50 Jahre „Sound of Rock“ verantwortlich zeichnet, ist eine wahr gewordene "vom-Tellerwäscher-zum-Millionär" -Geschichte. Obwohl bereits in seiner frühesten Jugend von tuberkulösen Knochen gezeichnet, stieg Jim zu einem der vier Urväter auf, die die Werkzeuge erschaffen haben, die den echten Rock-Sound, wie wir ihn heute kennen und lieben, erst ermöglicht haben. Dieses bahnbrechende Quartett wird komplettiert durch Leo Fender, Les Paul und Seth Lover - zusammen mit Jim bilden sie die Grundpfeiler für alles, das rockt.

Neben der Erschaffung der Verstärker, die bis heute zur ersten Wahl zahlloser Gitarrenhelden und revolutionärer Bands wurden, war Jim ein unglaublich bescheidener und großzügiger Mann, der in den vergangenen Jahrzehnten meist eher diskret viele Millionen Pfund wohltätigen Zwecken gespendet hat.

Während die gesamte Marshall-Familie Jims Verlust beklagt und ihn vermissen wird, fühlen wir uns gleichwohl bereichert, ihn gekannt zu haben. Wir sind glücklich zu wissen, dass er jetzt an einem viel besseren Ort ist, der sicherlich jetzt auch ein gewaltiges Stück lauter wird!

Ruhe in Frieden, Jim. Die Erinnerung an Dich, die Musik und die Freude, die Deine Amps in den vergangenen 5 Jahrzehnten Millionen Menschen gebracht haben, sowie das weltberühmte, allgegenwärtige Firmen-Logo, das voller Stolz Deinen Namen zeigt, werden für immer weiterleben.

Wir laden Sie ein, Ihre Beileidsbekundungen auf der Kondolenzseite online zu hinterlassen.”

Autor: Andrea Obele
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