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19.10.2012 Burghausen

Traurige Gewissheit

Auch Jungvogel Jedi erliegt seinen schweren Schussverletzungen


Der Leiter des Waldrapp-Projektes Dr. Fritz bestätigt den Abschuss der beiden Tiere

Nun ist es traurige Gewissheit: Ein italienischer Jäger hat den prominentesten Waldrapp der Burghauser Kolonnie kurz vor Erreichen des Winterquartiers in der Provinz Livorno abgeschossen. Das bestätigt der Leiter des Waldrapp-Projektes Dr. Johannes Fritz: „Leider ist mittlerweile auch der Jungvogel Jedi gestorben, den unsere Mitarbeiterin schwer verletzt aufgefunden hat. Für sie ist die Situation besonders tragisch, zumal sie vor hatte, beide Tiere an diesem Tag einzufangen und sicher ins Winterquartier zu bringen.”

Dr. Fritz betont allerdings: „Der Einsatz der GPS-Geräte zur Ortung der Tiere hat sich rentiert und wir haben heuer weniger Verluste zu beklagen. Außerdem ist es uns gelungen, den Jäger zu identifizieren. Den Vierzigjährigen erwartet nun ein Strafverfahren, denn gemeinsam mit Birdlife Italien haben wir Anzeige erstattet. Außerdem werden wir auf Schadenersatz klagen, wovon wir uns eine abschreckende Wirkung erhoffen”, so Dr. Fritz. Er betont: „Von den italienischen Behörden werden wir gut unterstützt.” Fritz sieht die Vogeljagd, die auch in Italien im Falle von bedrohten Vogelarten illegal ist, mittlerweile stärker in der Kritik.

Auch ohne Goja, deren berühmte Patin Jane Godall war, wird das Burghauser Projekt fortgeführt.

Autor: Gina Parchatka

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