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29.04.2012 Burghausen

Ehemaliger Athanor-Absolvent im TV

Burghauser im Polizeiruf 110


Der eine oder andere Fernsehzuschauer mag sich am gestrigen Abend beim Krimischauen gedacht haben: "Der Typ kommt mir bekannt vor, aber ich weiß nicht, woher ich ihn kenne!"

Der Typ war der Burghauser Daniel Christensen, der in der Krimireihe "Polizeiruf 110" neben
Ermittler Hanns von Meuffels (dargestellt von Matthias Brandt) die Hauptrolle des Mörders Xaver Edlinger spielte.

 

Der 34-jährige ehemalige Burghauser, der jetzt in Berlin lebt, hat zwar schon jede Menge Krimi-Erfahrung. Er spielte 2009 und 2006 im "Tatort" mit, allerdings jeweils nur in Nebenrollen. Als Gastschauspieler trat er in Serien wie "Soko Main", "Alarm für Cobra 11" oder "Ein Fall für Zwei" auf. Mit seinem Hauptrollen-Debüt zur besten Sendezeit, gilt er jetzt als die "TV-Entdeckung". Denn bisher hatte er seinen künstlerischen Schwerpunkt nicht im Fernsehen, sondern im Theater.

Christensen war im Salzburger Landestheater, im Wiener Theater an der Josefsstadt, im Schauspiel Frankfurt , dem Düsseldorfer
Schauspielhaus und dem Schauspiel Hannover für Hauptrollen engagiert, Begonnen hatte Christensen seine künstlerische Laufbahn in seiner Heimatstadt an der Athanor-Akademie. Er gehörte dem ersten Jahrgang an, der von David Esrig auf der Burg ausgebildet wurde und 1999 mit dem staatlichen Diplom abschloss. Weil er bei Studienbeginn direkt von der Hauptschule kam und erst 16 Jahre alt war, bedurfte es einer Sondergenehmigung, damit Christensen die Akademie überhaupt besuchen konnte.

Inzwischen hat sich gezeigt, dass Athanorchef David Esrig damals zu Recht eine Ausnahme machte, um ein echtes Talent zu fördern. Christensen stammt aus einer künstlerischen Familie. Seine Mutter gründete die Burghauser Tanzwerkstatt, die sie auch viele Jahre erfolgreich führte.

Sein Bruder Patrick spielte bis 2005 in der Band von Nena und ist inzwischen vom Pop wieder zum Jazz zurückgekehrt.
 

Autor: Robert Piffer

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