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29.08.2012 Burghausen

Erster Erfolg gegen Rostock

SV Wacker zeigt nach der Klatsche in Saarbrücken Reaktion und zwingt Rostock in die Knie


Mit dem ersten Erfolg im siebten Spiel gegen Hansa Rostock schafft der SV Wacker Burghausen den Anschluss an das Mittelfeld

„Wacht auf Jungs – die Saison wird kein Selbstläufer”, mit diesem Plakat appellierten die Fans in der Westkurve an ihre Lieblinge. Und tatsächlich: Nach der bitteren Klatsche in Saarbrücken zeigten Donkovs Jungs eine klasse Reaktion, und sie siegten am Ende völlig verdient durch Tore von Heiko Schwarz nach Idealpass von Youssef Mokhtari sowie einen direkt verwandelten Freistoß von SVW-Urgestein Ronald Schmidt mit 2:0 Toren vor 2850 Fans in der Wacker Arena. Mit nunmehr neun Punkten stellte der SVW den Anschluss ans Mittelfeld her.

 

Der SV Wacker entwickelt sich in dieser Saison zu einer Wundertüte: Auswärts pfui, zu Hause nach der Auftaktniederlage gegen Münster zum dritten Mal siegreich und damit hui. Im siebten Anlauf (vorher drei Remis, drei Niederlagen) holte der SVW gegen Rostock seinen ersten Dreier. Acht Tore hat der SVW in dieser Saison erzielt, und zwar von acht Torschützen. Fast unglaublich: Die Remiskönige der vergangenen Saison (18 Unentschieden) sind heuer die einzige Mannschaft, die noch kein Remis auf dem Konto hat.

Völlig bedient zeigte sich Hansa-Trainer Wolfgang Wolf. Bei gefühlten 80 Prozent Ballbesitz habe es seine Mannschaft nicht verstanden, an ihre Chance zu glauben und sich in der Offensive zu behaupten. Wacker-Trainer Georgi Donkov attestierte seinen Jungs, bei denen neben Neuzugang Felix Luz auch Linksverteidiger Michael Schick sein Debüt gab, nach der Pleite in Saarbrücken eine sehr gute Leistung. „Wir haben die Hausaufgabe nach der Klatsche und der damit verbundenen Unsicherheit sehr gut erfüllt”, so der Trainer. Sein besonderer Dank galt den Zuschauern, die die Mannschaft leidenschaftlich unterstützt hätten.

 

Neuzugang Felix Luz beglückwünschte Donkov zu einer starken Leistung. Er solle aber wie kurz vor der Halbzeit „die Gegenspieler nicht verarschen”, sondern einfach das Tor machen. Möglichkeiten dazu hatte Luz. Der 30-Jährige sei aber auch noch nicht topfit. Wenn er bei 100 Prozent ist, werde er ein sehr sehr wertvoller Spieler für den SV Wacker sein.

 

Bereits am kommenden Samstag, 1. September, heißt es bei Kickers Offenbach zu bestehen und erstmals auswärts zu punkten. Neben Sahr Senesie (drei Spiele Sperre nach Schiedsrichterbeleidigung in Saarbrücken) wird auf jeden Fall auch Thomas Leberfinger fehlen, der in der 78. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Ein dickes Fragezeichen steht auch hinter Youssef Mokhtari, der gerade wieder genesen, verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. „Bis zum Wochenende wird es eng, ihn fit zu bekommen”, so ein besorgter Georgi Donkov.

Autor: Michael Kolpe

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