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12.09.2012 Altötting/Tittmoning/Salzburg

Urlaub für die Seele

Der neue St. Rupertweg wird eröffnet


Erste Pilgerwanderung von 18. bis 24. September mit Segen von Erzbischof Dr. Alois Kothgasser – Routenführung von Altötting über Tittmoning bis nach Salzburg

Er stammte eigentlich aus Worms, war der erste Bischof von Salzburg, sorgte für die Christianisierung und kulturelle Erschließung der gesamten Grenzregion zwischen Südostbayern und dem Salzburger Land und ist Namensgeber der heutigen Kulturregion Rupertiwinkel. Die Rede ist von St. Rupert, dem Schutzpatron des Salz- und Salinenwesens und erstem Bischof von Salzburg und „Apostel Bayerns“. Noch heute wird der Rupertikirtag in Salzburg am 24. September zu seinen Ehren feierlich begangen. Die Pilgerbegleiter Hermann Hinterhölzl und Prof. Dr. theol. Petra Kurten haben sich von seiner Person und Geschichte inspirieren lassen, einen neuen Pilgerweg ins Leben zu rufen, den St. Rupertweg - von Altötting quer durch die Regionen Chiemgau und Berchtesgadener Land bis nach Salzburg.


Unter dem Dach der EuRegio Salzburger Land – Berchtesgadener Land – Traunstein wurde der Weg gemeinsam mit Touristikern entwickelt, beschildert und in einem Tourenbuch und einem Internetauftritt dokumentiert. Mit der Eröffnungs-Pilgerwanderung vom 18. bis 24. September 2012 wird der Weg „erstbegangen“ und mit dem Segen des Salzburger Erzbischofs Dr. Alois Kothgasser seiner Bestimmung übergeben. Er führt durch die Erzdiözesen Salzburg, München und Freising und das Bistum Passau und steht unter der Schirmherrschaft ihrer Bischöfe und des Landes Salzburg.


Der St. Rupert Pilgerweg verbindet nun die Wirkungsstätten des Hl. Rupert, legendenumwobene heilige Orte und künstlerische Zeugnisse seiner Verehrung. Überall ist die wechselvolle gemeinsame Geschichte Salzburgs und des Rupertiwinkels spürbar. Er lädt aber auch auf meist nicht asphaltierten Wanderwegen ein zu einer Erlebnisreise mit allen Sinnen durch die Regionsgeschichte, durch herrliche Seen- und Berglandschaften im Südosten Bayerns und im Salzburger Land.


Der St. Rupert Pilgerweg beginnt im Pilgerzentrum Altötting. Hierher soll Rupert mit dem Evangelium auch die Verehrung Marias gebracht haben. Weiter geht es in südlicher Richtung über die Salzachstadt Tittmoning mit dem Heimathaus des Rupertiwinkels in der Burg und der Wallfahrtskirche Maria Brunn. Anschließend führt der Weg an die Nordspitze des Tachinger Sees mit der Wallfahrtskirche St. Coloman, von der man einen herrlichen Blick über den Tachinger- und Waginger See bis hinein in die Alpen genießen kann. Richtung Süden verläuft der Pilgerweg über Taching, Waging am See mit dem Bajuwarenmuseum bis in den Ortsteil Gaden mit einer außergewöhnlichen St. Rupertkirche. Hier soll der Namensgeber des Pilgerweges seinerzeit eine Hl. Messe gefeiert haben. Nach Osten hin zweigt hier eine Alternativroute des Pilgerweges ab und führt über Petting, das Schönramer Filz, die Salzachstadt Laufen, Oberndorf, Seekirchen, einer der ersten Gründungen Ruperts bis weiter nach St. Gilgen mit Anschluss an den bereits seit 2007 bestehenden St. Rupert Pilgerweg nach Bischofshofen.


Weiter nach Süden verläuft die Route vorbei an den Wallfahrtskirchen Mariae Heimsuchung auf dem Mühlberg und Maria Tanne bis in die Salinenstadt Traunstein. Nicht nur das Bildungs- und Exerzitienhaus St. Rupert, die Salinenkapelle St. Rupert und Maximilian und der Rupertusbrunnen erinnern hier an den Namensgeber des Pilgerweges. Die Stadt war ein Zentrum des damaligen Salinenwesens, verdankte ihren Aufstieg und Reichtum dem Salzhandel und der Salzverarbeitung. Die Pilgerroute läuft südlich durch Siegsdorf und weiter in das bekannte Alpendorf Inzell. Hier schließt der Weg an den Salinenweg an, der den Verlauf der ältesten Pipeline der Welt markiert. Mit dieser Holzpipeline wurde damals das in Wasser gelöste Salz der Berchtesgadener Alpen bis nach Traunstein und später nach Rosenheim transportiert und in den dortigen Sudpfannen wieder verdampft bzw. das Salz rückgewonnen. Von Inzell aus verläuft der Weg weiter durch das Berchtesgadener Land über Weißbach, Bad Reichenhall mit der St. Rupert Kapelle unmittelbar beim Industriedenkmal der Salzgeschichte, der Alten Saline. Nahezu jede Kirche und ein monumentales Fresko am alten Rathaus zeigen die große Bedeutung Ruperts für die Salz –und Thermenstadt. Von dort aus nähert sich der Pilgerweg über Piding, Ainring und Freilassing seinem Ziel, der Mozartstadt Salzburg mit dem Bischofssitz und dem Reliquiengrab des Heiligen Rupert.
Gäste und Einheimische, die sich auf den Weg machen möchten, erleben herrliche Seen- und Berglandschaften, schmucke Bauerndörfer und historische Städte, aber auch viele Stationen, die die Geschichte von St. Rupert lebendig werden lassen und zur inneren Einkehr einladen.


Quartier-Informationen und die kostenlose Tourenbroschüre mit allen Karten und Beschreibungen erhalten Sie unter: www.rupert-pilgerweg.com oder über die Tourismusorganisationen entlang des Weges: Tourismusgemeinschaft Inn-Salzach

Autor: Gina Parchatka

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