19.11.2016 Altötting/Moskau

Dialog darf nicht abreißen

Junge Altöttinger Politiker in Moskau

JU-Delegation
Foto: JU
Junge Kommunalpolitiker aus Altötting mit bayerischer Delegation in Moskau: Der Dialog zwischen Deutschland und Russland darf nicht abreißen!

Als Teil einer deutschen Delegation waren der Neuöttinger Bezirksrat Veit Hartsperger, Gemeinderat Benedikt Dittmann aus Marktl sowie Simone Winterer aus Halsbach und Sebastian Strauss aus Neuötting in Moskau, um sich dort mit Repräsentanten verschiedener politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Organisationen zu unterhalten.

 

Die bayerische Delegation unter der Leitung des Garchinger Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der EVP-Fraktion in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates Tobias Zech, wurde als eine der ersten ausländischen Gruppen nach den Wahlen der Staatsduma im September in Russland begrüßt.

 

Bei Gesprächen u.a. mit dem stellvertretenden deutschen Botschafter Andreas Meitzner sowie dem Vorsitzenden des Staatsduma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten Leonid Slutsky und Ivan Timofeev vom Russian International Affairs Council wurden die unterschiedlichen Sichtweisen der beiden Länder auf das Weltgeschehen deutlich. Gerade bei den Themen Syrien, Krim-Annexion, Ukraine und Flüchtlingskrise gab es durchaus unterschiedliche Meinungen.

 

Die Sanktionen der EU gegen Russland und die russischen Gegenmaßnahmen standen im Mittelpunkt beim Besuch der Schneider-Group, die internationale Kunden beim Markteintritt und den laufenden Geschäften in Russland unterstützt, wenn es zum Beispiel um die in Russland recht komplizierte Steuererklärung geht.

 

Im weiteren Verlauf der Reise trafen sich die Altöttinger zu einem Abendessen mit Vertretern der kulturellen Stiftung Rossotrudnichestvo, die auch in Deutschland Büros zur Förderung der russischen Kultur, Sprachschulen und Bildungszentren betreibt. Hier diskutierten die Politiker verschiedene mögliche Projekte zum Jahr des deutsch-russischen Jugendaustauschs.

 

Die Teilnehmer waren sich einig, dass trotz manchmal diametral unterschiedlicher Ansichten auf vielen aktuellen Politikfeldern der Dialog zwischen Deutschland und Russland nicht abreißen darf. „Nur wer miteinander spricht, hat auch die Möglichkeit, einander seine Positionen zu erklären“, so die jungen Kommunalpolitiker. Sie würden sich freuen, bald auch eine russische Delegation zum Gegenaustausch in Bayern begrüßen zu dürfen.


Bildunterschrift: v.l.n.r.: Bezirksrat Veit Hartsperger, MdB Tobias Zech, der stellvertretende deutsche Botschafter Andreas Meitzner, Sebastian Strauß, Simone Winterer und Gemeinderat Benedikt Dittmann.
 

Autor: PM/cl