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23.10.2012 Burgkirchen

Wir stellen die vier Kandidaten vor

4. November: Bürgermeisterwahl in Burgkirchen

Rathaus Burgkirchen
Foto: Christa Latta
Wer zieht ins Rathaus ein? Am Sonntag, 4. November, wählen sich die Burgkirchner einen neuen Bürgermeister

Am Sonntag, 4. November müssen die Burgkirchner verfrüht an die Wahlurnen treten, um einen Nachfolger für ihren verstorbenen Bürgermeister Dr. Stephan Merz zu wählen. Vier Kandidaten stehen zur Wahl.

 

Um Ihnen die vier in aller Kürze und Prägnanz vor stellen zu können, haben wir allen Kandidaten bereits im September dieselben vier Fragen rund um Burgkirchen gestellt. Hier können Sie die Antworten noch einmal nachlesen - denn jetzt sind Sie an der Reihe, sich zu entscheiden.

 

Ob in Burgkirchen angesichts von vier Kandidaten ein Wahltermin reichen wird, das wissen wir erst am Wahlabend nach Auszählung der Stimmen. Zur Wahl ist eine absolute Mehrheit der gültigen Stimmen notwendig. Bekommt keiner der Bürgermeisterkandidaten diese im ersten Wahlgang, kommt es zu einer Stichwahl der beiden Bewerber mit den meisten Stimmen.

 

Die Amtszeit des nächsten Burgkirchner Bürgermeisters beträgt statt der üblichen sechs Jahre acht Jahre. Grund hierfür: Die nächste turnusmäßige Wahl würde bereits 2014 anstehen, kzu wenig Zeit für einen neuen Rathauschef. Deshalb wird in Burgkirchen die Wahlperiode verlängert.

 

Hier die Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge):

 

 

 

Jürgen Bogner (38), SPD:

Familienstand: seit 2000 mit Emma Bogner verheiratet. 3 Kinder aus der ersten Ehe seiner Frau.

Beruf: Mess- und Regelmechaniker, seit 2008 freigestellter Betriebsratsvorsitzender der Elektro Kreutzpointner GmbH

 

Josef Huber (53), CSU:

Familienstand: verheiratet 2 Töchter, 25 und 21 Jahre

Beruf: Agrartechniker, Mitarbeiter der BayWa Agrar Oberbayern

 

 

 

 

Johann Krichenbauer (50), FW:

Familienstand: in 2. Ehe verheiratet, zwei erwachsene Töchter aus 1. Ehe, ein vierjähriger Sohn aus 2. Ehe

Beruf: Diplom Verwaltungswirt (FH) als Prüfer beim Bayer. Kommunalen Prüfungsverband, Revisionsamtsrat

 

Franz Wallner (50), Unabhängig:

 

Familienstand: seit 23 Jahren mit der gleichen Frau Helga verheiratet, 2 Töchter, 1 Enkeltochter (1 Jahr)

Beruf: Finanzberater (gelernter Bankkaufmann)
 

 

 

Frage: Was gefällt Ihnen an Burgkirchen?

 

Bogner: Die Vielfalt der Kulturen. Die Menschen mit ihren vielen verschiedenen Lebensentwürfen und Hintergründen, die gemeinsam die Gemeinde beleben und gestalten. Desweiteren ist Burgkirchen eine tolle Gemeinde für Familien, da es eine gute Betreuungs- und Vereinsstruktur mitbringt und durch seine ansprechende Landschaft einen hohen Naherholungswert bietet.

 

Huber: Burgkirchen ist meine Heimat, deshalb fühle ich mich wohl. In Burgkirchen haben meine Familie und ich unsere Freunde. Burgkirchen hat viel zu bieten: Kindergärten, Schulen, Sportmöglichkeiten im Verein oder privat. Es gibt jede Menge Arbeitsplätze und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, kulturelle Angebote und ein reges Vereinsleben.


Krichenbauer: Die hohe Wohn- und Lebensqualität und die ausgezeichneten Arbeitsmöglichkeiten vor Ort machen Burgkirchen zu einem attraktiven Wohn- und Gewerbestandort. Burgkirchen verfügt über ein außerordentlich erfreuliches Entwicklungspotenzial. Die multikulturelle Bevölkerung macht Burgkirchen bunt und ist ein Reservoir an unterschiedlichstem Wissen und Erfahrungen. Das ausgeprägte Vereinsleben ist eine tragende Säule mit sehr hohem Stellenwert.

 


Wallner: Die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in den ca. 90 Vereinen unentgeltlich in der Freizeit ihre Kraft einbringen. Ich bin selbst seit ca. 30 Jahren in verschiedenen Vereinsfunktionen tätig und weiß wo „der Schuh drückt”. Die von Dr. Stephan Merz begonnene hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Burghausen. Der Unterstützung der VR meine Raiffeisenbank für unser Freibad zolle ich großen Respekt.

 

 


Was gefällt Ihnen gar nicht an Burgkirchen?
 

Bogner: Die unbefriedigende Verkehrssituation durch Pirach. Sie stellt für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer eine extreme Belastung dar.


Huber: In Burgkirchen wird manches dunkler gemacht als es ist.


Krichenbauer: Das negative Schuldenimage! Selbstbewusstsein und Identität Burgkirchens sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Die depressive Stimmung er Bevölkerung ist ungerechtfertigt: „das Glas ist halb voll und nicht halb leer”.


Wallner: Die nächtlichen Ruhestörungen an markanten Punkten. Auch die Pöbeleien und Belästigungen, oft gegenüber unseren älteren Bürgern, sind nicht hinzunehmen.

 

Was werden Sie in Burgkirchen ändern, wenn Sie Bürgermeister werden?

 

Bogner: Als Bürgermeister werde ich nichts in Burgkirchen sondern etwas für Burgkirchen ändern und zwar gemeinsam mit Bürgern, Gewerbe, Vereinen, Verwaltung und Industrie.



Huber: Ich werde mit den Burgkirchnern unser gemeinsames Selbstvertrauen stärken. Die Bürger möchte ich wieder in ein Boot holen und mit Ihnen gemeinsam in die gleiche Richtung rudern.
 


Krichenbauer: Durch die Bündelung der Kräfte, des vielschichtig vorhandenen Wissens und der multikulturellen Lebenserfahrungen werde ich bürgernah und hoch engagiert das Negativimage und die depressive Grundstimmung abbauen. Ich werde mit den Wissens- und Erfahrungsträgern Entscheidungen so vorbereiten, dass sie verständlich, transparent und nachvollziehbar sind. Ich werde Burgkirchen das ursprüngliche Selbstbewusstsein zurückgeben.


Wallner: Als erster unabhängiger Bürgermeister die Gemeinderäte von meinen Ideen und Konzepten überzeugen. Wir müssen zusammenhalten und gemeinsam nach den besten Lösungen suchen. Die Gründung eines Unternehmerforums: D

ie Kommunikation mit dem Industriepark und unseren mittelständischen Unternehmen fördern. Für unsere Arbeitnehmer und Bürger müssen wir Lebensqualität produzieren.

 

Warum sollten die Burgkirchner ausgerechnet Sie zum Bürgermeister wählen?

 

Bogner: Mir ist es wichtig, die überzeugenden Ideen und Konzepte vom Amtsvorgänger Stephan Merz aufzugreifen und diese zum Erfolg zu führen. Für neue Aufgaben und Themen braucht es neue, frische Ideen. Außerdem braucht ein Bürgermeister Herzblut, Streitfähigkeit und diplomatisches Geschick. All das gepaart mit sozialem und wirtschaftlichem Sachverstand. Und genau das bringe ich mit!

 

Huber: Ich sehe mich in der Lage die Zukunft Burgkirchens aktiv und kreativ durch meine Erfahrung in Wirtschaft und Sozialem zu gestalten und werde da sein, vor Ort sein für alle Bürger. Einer von uns für uns.


Krichenbauer: Ich verstehe mich als überparteilicher „Kümmerer” für alle. Es geht mir um Lösungen und das Wohl Burgkirchens. Durch meine offene und zugängliche Art nehme ich mich der Sorgen und Nöte der BürgerInnen unvoreingenommen und vorurteilsfrei an – ich habe keine vermeintlichen Verflechtungen und Verpflichtungen. Ich habe das Handwerk Kommunalverwaltung von der Pike auf gelernt Durch meine Prüfungs- und Beratungstätigkeit verfüge ich über umfassende Kenntnisse über die wirtschaftlichen, finanziellen und allgemeinen Verhältnisse Burgkirchens.


Wallner: Ich bin der einzige Kandidat mit 12 Jahren Erfahrung im Gemeinderat Burgkirchen. Das ermöglicht mir, Burgkirchen in eine gute Zukunft weiter zu entwickeln. „Sparen heißt nicht „billig zu streichen”, sondern „mutig neu zu gestalten”. Mein Herzblut hängt an Burgkirchen. Dazu gehört auch die Keltenhalle und die langfristige Sicherung des Freibades und der Grundschule Hirten.

Autor: Christa Latta

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