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03.04.2012 Altötting

Auftaktveranstaltung in Altötting

Gelungener Start fürs Bahnpilgern


50 Pilger und viele Ehrengäste besuchen Auftaktveranstaltung in Altötting


Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), das Bayerische Pilgerbüro und der Bayern 1 Radioclub haben ihre gemeinsame Informationskampagne zum Bahnpilgern in Bayern gestartet: Am vergangenen Samstag fand in Altötting die Auftaktveranstaltung statt. Die Kampagne der BEG klärt über die Möglichkeiten des Bahnpilgerns im Freistaat auf.

 

50 Mitglieder des Bayern 1 Radioclubs hatten sich Samstag in aller Frühe am Münchner Hauptbahnhof getroffen, um mit der Südostbayernbahn (SOB) nach Heiligenstatt (Tüßling) zu fahren. Die SOB hielt ein Frühstück für die Bahnpilger bereit. Von Heiligenstatt aus ging es nach altem Brauch zu Fuß über den Kreuzweg nach Altötting. Am Stadtrand wurden die Pilger vom Altöttinger Wallfahrtskomitee in Empfang genommen und in die Stadt „einbegleitet“. In Altötting zog die Gruppe zu Glockengeläut über den Kapellplatz in die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna. Dort gab es zunächst eine kurze Führung und anschließend eine Gnadenandacht. Anschließend richteten der Zweite Bürgermeister Wolfgang Sellner, Weihbischof Engelbert Siebler, Prälat Ludwig Limbrunner, BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka und Fred Horstmann vom Bayern 1 Radioclub im Sitzungssaal des Altöttinger Rathauses kurze Grußworte an die Pilger.

 

Bürgermeister Sellner dankte der Bayerischen Eisenbahngesellschaft für die Durchführung der Auftaktveranstaltung in der Wallfahrtsstadt Altötting, dem geistlichen „Herz Bayerns und einem der Herzen Europas“, wie es Papst Benedikt XVI. bezeichnete, und skizzierte die Bedeutung der Bahn für die Pilgerverkehre der zurückliegenden Jahrzehnte. Czeschka erläuterte das Ziel der Bahnpilgern-Kampagne: „Wir möchten die Tradition des Pilgerns in Bayern unterstützen und gleichzeitig dafür werben, das moderne, umweltschonende Verkehrsmittel Eisenbahn zu nutzen.“

 

Weihbischof Siebler führte aus, weshalb eine Fahrt im Zug genauso eine „richtige“ Pilgerfahrt sei, wie eine Wallfahrt zu Fuß: „Der echte Pilger ist ein Mensch, der sich zu immer neuen Sichtweisen führen lässt“, betonte er. Wesentlich für die Pilgererfahrung sei daher nicht die Art des Reisens, sondern die Bereitschaft, das eigene Zuhause und das gewohnte Umfeld zu verlassen und sich „auf einen Weg“ zu machen.

 

Genau diese Art von Erfahrung hatten die Pilger vom Bayern 1 Radioclub am Morgen bereits gemacht, meinte Horstmann: „Mit dem Zug nach Altötting, mit einem echten Weihbischof an Bord, in der Stadt empfangen mit Glockenklang – das ist etwas so Außerordentliches, dass man sagen kann: Ja, wir erleben Bayern, wie wir es bisher noch nie erlebt haben.“ Die Ruhe, die man bei einer Bahnfahrt finde, sei die ideale innere Vorbereitung auf die großen kirchlichen Sehenswürdigkeiten Bayerns.

 

Von letzteren gab es zum Schluss der Veranstaltung noch einige zu sehen: Bei einer Führung unter dem Motto „Altötting: 1.250 Jahre das Herz Bayerns“ konnten die Pilger die Neue Schatzkammer, das Wallfahrtmuseum Altötting sowie das weltberühmte Rundgemälde „Jerusalem Panorama Kreuzigung Christi“ bestaunen, bevor sie am späten Nachmittag wieder nach Hause aufbrachen – selbstverständlich mit dem Zug.

 

Mit ihrer Informationskampagne wirbt die Bayerische Eisenbahngesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Pilgerbüro und dem Bayerischen Rundfunk für das Bahnpilgern in Bayern. Die BEG hat 14 besonders schöne Wallfahrtsziele im Freistaat zusammengestellt, die umweltfreundlich per Zug erreicht werden können. Ein eigener Bahnpilgern-Flyer stellt zum einen die 14 Ziele vor und gibt nützliche Tipps zu Anreisemöglichkeiten mit den bayerischen Bahnen, zum anderen beinhaltet er einen Pilgerpass. An allen 14 Pilgerstätten besteht die Möglichkeit, sich den Besuch im Pilgerpass per Stempel bestätigen zu lassen. Mit mindestens fünf Stempeln können Bahnpilger an einer Verlosung teilnehmen, deren Hauptpreis eine fünftägige Pilgerreise nach Rom ist, inkl. Besuch der Generalaudienz des Papstes auf dem Petersplatz. Darüber hinaus gibt es noch weitere attraktive Preise zu gewinnen, wie z. B. exklusive Bildbände der einzelnen Pilgerstätten oder spezielle Führungen.

 

Der Pilgerflyer mit dem Pilgerpass liegt an allen 14 Pilgerzielen, im Bayerischen Pilgerbüro und in den Pilgerstellen der sieben Diözesen im Freistaat aus. Online kann er unter www.bahnpilgern.de heruntergeladen werden. Wer im Aktionszeitraum von April bis Oktober mindestens fünf der 14 Pilgerziele besucht hat, schickt den abgestempelten Pilgerpass bis spätestens 31. Oktober 2012 an folgende Adresse: Bayerische Eisenbahngesellschaft, Stichwort: Bahnpilgern, Boschetsrieder Straße 69, 81379 München.

Autor: wo

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