31.01.2012 Landkreis Altötting
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Kaltes Winterwetter schuld

Arbeitslosigkeit steigt an

Arbeitsamt
Foto: Archiv
Landkreis Altötting: Die Arbeitslosenquote ist von 3,4 Prozent auf aktuell 4,4 Prozent gestiegen.

Das kalte Winterwetter hat dem Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit beschert: die Anzahl der Arbeitslosen ist jahreszeitlich bedingt auf 7.787 angestiegen. Das sind 1.999 Arbeitslose (35 Prozent) mehr als im Dezember. Gegenüber dem Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit dennoch um neun Prozent (807 Personen) niedriger. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,3 Prozent.

 

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar saisonbedingt auf 2.578 Personen gestiegen, dies sind 564 Personen (28 Prozent) mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist von 3,4 Prozent auf aktuell 4,4 Prozent gestiegen. Im Januar 2011 lag die Arbeitslosenquote  bei 4,5 Prozent.

 

541 Personen waren im Januar länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Dies sind acht Prozent (39 Personen) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zu Januar 2011 sind jedoch fünf Prozent (31 Personen) weniger Langzeitarbeitslose
gemeldet. Gut zwei Drittel (355 Personen) werden vom Jobcenter Altötting betreut.

 

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich – ebenso wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen - saisonbedingt erhöht. 851 Ältere (Dezember: 711) waren im Januar arbeitslos gemeldet, dies entspricht einem Anstieg von 20 Prozent (Gesamtanstieg: 28 Prozent).

 

Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat um 74 (33 Prozent) gestiegen und umfasst aktuell 300 Personen. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt nun zwölf Prozent. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Entlassungen in den Außenberufen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zurückzuführen.

 

Der Stellenbestand im Landkreis Altötting ist mit 373 offenen Stellen gegenüber dem Vormonat um 24 Stellen (sechs Prozent) gesunken. Im Vergleich zum Januar 2011 sind acht freie Stellen (zwei Prozent) mehr im Bestand zu verzeichnen.

 

Im Januar wurden 142 freie Stellen gemeldet. Dies sind um 67 Stellen oder 32 Prozent weniger als im Dezember. Im Januar 2012 wurden 23 (14 Prozent) weniger Stellenzugänge registriert. Im Unterschied zu den Landkreisen Mühldorf und Rottal-Inn hat sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr nur marginal verbessert, die Stellenzugänge sind leicht rückläufig. Dies sind Anzeichen für eine kurzzeitige Abschwächung der Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Altötting.



Autor: Christa Latta

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