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19.10.2012 Burghausen

Die Polizei warnt

„Einschleichdiebstähle“ in Bauernhöfe


In den vergangenen Wochen wurden einige Fälle von sogenannten "Einschleichdiebstählen" festgestellt. Meist hatten es die Täter dabei einfach, weil sie von der Unachtsamkeit der Wohnungs- und Hausbesitzer profitierten.

Bei "Einschleichdiebstählen" nutzen Straftäter die Gunst der Stunde und dringen über offen stehende Türen oder Fenster in landwirtschaftliche Wohnanwesen ein. In manchen Fällen steckten die Schlüssel an den Türen, so dass die Diebe ganz leicht an die Beute gelangten. In Oberbayern registrierte das Polizeipräsidium allein in den letzten zwei Wochen sechs solcher Fälle, auch im angrenzenden Niederbayern wurden drei Fälle angezeigt. Die Tatorte sind über den gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd verteilt und reichen vom Landkreis Mühldorf über die Landkreise Berchtesgadener Land und Rosenheim bis in den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.  



Ein typischer Fall trug sich am 4. September im  Landkreis Berchtesgadener Land zu: Ein Unbekannter betrat ein abgelegenes Bauernhaus durch eine offene Nebentüre, der Haupteingang selbst war verschlossen. Der Täter entwendete aus dem Schlafzimmer Schmuck und Bargeld. Die Geschädigte sah den Eindringling noch beim Weggehen, dachte sich aber zunächst nichts dabei - bis sie schließlich den Diebstahl ihrer Sachen bemerkte.  



Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat Erkenntnisse, dass in vielen Fällen Täter aus Süd- und Osteuropa hinter solchen Diebstählen stecken. Die Täter haben es dabei ganz besonders auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Eine offen stehende Haustüre und eine Schublade mit einer Geldbörse reichen schon, um Opfer zu werden.

Deshalb bittet das Polizeipräsidium alle  Bürgerinnen und Bürger um entsprechende Wachsamkeit.


So können Sie sich schützen:


Mehr als ein Drittel der Wohnungseinbrüche werden tagsüber begangen – auch zu dieser Zeit ist also Sorgfalt bei der Sicherung von Haus und Hof angesagt.


Schließen Sie bei Abwesenheit die Fenster zu, gekippte Fenster sind für einen professionellen Einbrecher „offene“ Fenster. Türen sollten zusätzlich versperrt werden.


Auch wenn man zu Hause ist, sollte man den Zugang zum Haus oder zur Wohnung immer im Auge haben und sich auch innerhalb der Nachbarschaft absprechen.  


Verständigen Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen verdächtige Personen oder Fahrzeuge auffallen.


Wer sich persönlich und kostenlos beraten lassen will, kann jederzeit mit den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Traunstein, Mühldorf, Rosenheim, Miesbach und Weilheim Kontakt aufnehmen. Hier stehen Ihnen Profis zur Verfügung, die alles rund um das Thema Einbruchssicherheit wissen.


Viele wertvolle Tipps und Broschüren zum Download bekommen Sie auch unter  HYPERLINK "http://www.polizeiberatung.de" www.polizeiberatung.de 

Autor: Gina Parchatka

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