wahlen
24.10.2012
Artikel versenden Artikel drucken Leserbrief schreiben

Sätze, die wir nicht hören wollen!


Meine persönliche Top-5-Hassparade der nervigsten Sätze

Es ist wieder höchste Zeit für eine persönliche Top-5-Hassparade. Dieses Mal beschäftige ich mich mit Aussprüchen, bei denen jeder halbwegs zivilisierte Mensch an die Decke geht.

Bereit? Dann legen wir los:

Platz 5: „Der Besitzer des Wagens mit dem Kennzeichen AÖ-YQ 4296 soll bitte zur Information kommen ..."
Das riecht nach Ärger und man kann von Glück reden, nicht der Besitzer des Wagens mit dem Kennzeichen AÖ-YQ 4296 zu sein.


Platz 4: „Wie fühlt man sich denn mit 40 (wahlweise auch 30 oder 50)?"
„Du, auch nicht anders als mit 39.” Das ist natürlich gelogen, denn jeder jenseits der 30 fühlt sich bei einem runden Geburtstag komisch. Und zehn Mal am Telefon den gleichen Spruch von einem Gratulanten zu hören, macht die Sache nicht unbedingt besser.


Platz 3: „Dieses Ersatzteil gibt es nicht einzeln”
Eine Woche nach Ablauf der Gewährleistung kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass irgendein klitzekleines Teil am Auto kaputtgeht. Und dieses klitzekleine Teil – das ist auch so gut wie sicher – gibt es nicht einzeln. Der Abgas-Sowieso-Krümmer hat ein Loch und deshalb tut das Auto so komisch. Aber an dem Teil hängt leider noch der Schlag-mich-tot-Turbolader-Blabla dran und der Was-weiß-ich-Stutzen mit Dichtung. Außerdem kommt man da verdammt schwer ran und muss den halben Motor zerlegen. Macht summa summarum 700 Euro. Kulanz? Gibt es nicht, weiß der Werkstattmann aus Erfahrung. Ist eben ein Verschleißteil …


Moment, die Geschichte geht noch weiter: Eine Woche später küssen sich bei einer unplanmäßigen Annäherung zwei Außenspiegel – der andere hat kein Kratzerchen und meiner ist völlig hinüber. Wir einigen uns darauf, dass keiner Schuld ist und jeder seinen Schaden selbst bezahlt. Kein Problem, den Spiegel gibt es ja sicher nur komplett und dann übernimmt meine Teilkasko die 350-Euro-Reparatur im Rahmen eines Glasschadens. Anruf von der Werkstatt: „Ich habe eine gute Nachricht für Sie: Da gibt es jedes Ersatzteil einzeln – bis zur letzten Schraube …"



Platz 2: „Langsam den Stift weglegen"
Der Horrorsatz meiner Schulzeit. Noch heute wache ich schweißgebadet auf, sehe vor mir eine halb ausgefüllte Mathe-Schulaufgabe liegen und vorne am Pult den Lehrer, der mit Leichenbittermiene auf die Uhr im Klassenzimmer deutet. Natürlich hat der Klassenstreber drei Bänke neben mir seine fertige Arbeit längst feinsäuberlich an den linken Rand seiner Schulbank gelegt und blickt jetzt mit einem überlegenen Grinsen in die Runde. Ein verstohlener Blick auf die Ergebnisse meines Sitznachbarn – auch keine Mathe-Leuchte aber besser als ich – lässt meine letzten Hoffnungen wie Seifenblasen zerplatzen. Wunder gibt es zwar immer wieder – aber nicht in Mathe.



Platz 1: „Wissen Sie, warum wir sie aufgehalten haben?"
Was soll man dem freundlichen Polizisten auf diese Frage antworten? „Keine Ahnung! Oder ist es neuerdings strafbar mit 80 ohne Gurt durch die Ortschaft zu düsen und währenddessen mit dem Handy zu telefonieren?"



Was ist Ihr meistgehasster Satz, den Sie nicht hören wollen? Schreiben Sie mir eine eMail oder auf facebook. Die besten Einsendungen werde ich hier veröffentlichen.


facebook: mike schmitzer
eMail: mike.schmitzer@wochenblatt.de

Autor: Mike Schmitzer