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31.07.2012
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Flug nach Australien ans Great Barrier Reef - Die Besichtigung eines bedrohten Naturwunders

Great Barrier Reef_Australien
Foto: www.istockphoto.com/jd_field
1981 wurde das Great Barrier Reef als eines der ersten Naturwunder von der UNESCO zu einem Welterbe der Menschheit erklärt.

Hundertausende buchen heute einen Flug nach Australien um zwischen den Whitsunday Islands zu segeln oder in einem der 2.900 Einzelriffen zu schnorcheln und zu tauchen. Natürlich ist das dem fragilen Ökosystem des Riffs nicht unbedingt zuträglich. Allerdings ist der Tourismus nicht die einzige Gefahr, die das Great Barrier Reef in seiner Existenz bedroht.  

Das Great Barrier Reef wird so genannt, weil es sich dabei um das größte Korallenriff der Welt handelt: Es erstreckt sich von Papa-Neuguinea bis an die Südküste von Queensland, was in etwa der Größe von Japan entspricht - oder in Zahlen ausgedrückt: über 345 000 Quadratkilometer. Bis ins Innere dieser Unterwasserwelt dringen Besucher selten vor und wo sie vorstoßen gibt es strenge Regeln. Es ist strengstens verboten, etwas anzufassen oder gar auf die Korallen zu treten und wer sich gerne ein Souvenir mit nach Hause nehmen möchte, der muss mit drakonischen Strafen rechnen. So wurde es von der Great Barrier Reef Marine Park Authoritiy beschlossen, doch der Schutz dieses empfindlichen Ökosystem schien bisher nicht weit genug zu gehen, weshalb Australien nun zusätzlich Pläne für drastischere Meeresschutzmaßnahmen in Angriff nehmen will, deren Herzstück das Great Barrier Reef werden soll.

Auf dem UN-Umweltschutz-Gipfel in Rio de Janeiro stellte der australische Umweltminister Tony Burk ein Projekt vor, dass vorsieht, die Zahl der Meeresschutzzonen insgesamt von 27 auf 60 zu erhöhen und bedrohte Tierarten wie beispielsweise eben Korallen besser zu protegieren.

 

Korallen gedeihen am besten in sauberem Wasser, wo die Sonne ungehindert durch die Wasseroberfläche scheinen kann, bei einer möglichst gleichmäßigen Temperatur von 25 Grad.

Und genau da liegt auch das Problem: Hurrikans, die während der Regenzeit regelmäßig über Queensland hinweg ziehen, stellen eine große Herausforderung für das Überleben der Korallen dar. Zu einen können die Wirbelstürme ganze Korallenbänke zerstören, zum anderen wirbeln sie jede Menge Sand und Schlamm auf, der das Wasser so verdreckt, dass kaum noch Sonnenlicht durchdringt.

Eine Theorie besagt, dass der von Menschen ausgelöste Klimawandel die Häufigkeit von Zyklonen erhöht hat. Doch selbst wenn das nicht zutreffen sollte, stellt die Erderwärmung immer noch eine Gefahr für die sensiblen Lebensformen dar.

Sobald sich die Wassertemperatur auch nur um ein paar Grad erhöht, kann das Phänomen des "Coral Bleaching", das Ausbleichen der Korallen, beobachtet werden, was den Tod der Tiere zur Folge hat.

Das massenweise Korallensterben gilt als eine moderne Naturkatastrophe, die nicht nur auf den Tourismus in Australien fatale Folgen haben könnte. 



Herausgeber Herbert Zelzer