11.11.2017, 14:30 Uhr

Sinfonietta Essenbach spielt am 17. November die „Sinfonie des Universums“ Ein Konzert wie vom anderen Stern


Es ist ein Vorurteil, das sich nach wie vor hartnäckig hält: Klassische Musik ist doch nur was für echte Klassik-Fans! Wer sich vom Gegenteil überzeugen (lassen) will, der sollte am 17. November in die Eskara kommen.

ESSENBACH Denn beim galaktischen Jubiläumskonzert „Sinfonie des Universums“ des professionellen Projektorchesters „Sinfonietta Essenbach“ kommen in diesem Herbst nicht nur Mozart-, sondern auch Stars Wars-Fans und Bewunderer „schwereloser“ Akrobatik voll auf ihre Kosten.

Ob das zusammenpasst? „Auf jeden Fall“, meint Birgit Adolf, Gründerin und Leiterin der Musikschule Essenbach, die vor zehn Jahren die Idee zu dem Projektorchester hatte. Seitdem stellt sie zusammen mit dem künstlerischen Leiter, Musik-Professor Ulf Klausenitzer, jedes Jahr aufs Neue ein außergewöhnliches Programm auf die Beine – ein Programm, bei dem die insgesamt 45 Musiker nicht nur schon mal mit einem Chor oder dem bekannten Sprecher Franz Mazura auf der Bühne stehen, sondern auch bereits zusammen mit einer Heavy-Metal-Band die Eskara rocken durften.

„Die Sinfonietta besteht aus 45 Musikern, vom hochbegabten Musikstudenten mit 18 Jahren bis zum erfahrenen Kollegen mit 75, die sonst in unterschiedlichsten Ensembles verteilt über ganz Deutschland spielen – vom Gewandhausorchester Leipzig über das Frankfurter Museumsorchester bis hin zum Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München oder sogar den Bayreuther Festspielen“, erzählt Adolf. „Hier in Essenbach kommen sie einmal im Jahr zusammen, um gemeinsam an diesem Konzert zu arbeiten. Das ist selbst für Profis eine Herausforderung. “

Nicht einmal volle vier Tage bleiben den erfahrenen Musikern Zeit, die einzelnen Instrumentenparts aufeinander abzustimmen. Denn vor dem großen Finale, dem Abendkonzert, stehen auch immer noch verkürzte, kindgerechte Schulkonzerte für Schülerinnen und Schüler bis zur 7. Klasse auf dem Programm. Drei Vorstellungen mit je rund 1.300 Kindern aus dem ganzen Landkreis waren es alleine im vergangenen Jahr.

„Mein Ziel war und ist es, nicht nur den Erwachsenen, sondern vor allem auch den Kindern und Jugendlichen hier aus der Region die Möglichkeit zu bieten, ein Konzert in dieser Qualität zu äußerst moderaten Eintrittspreisen quasi vor der Haustüre zu besuchen, und so nebenbei die ,Hemmschwelle Klassik‘ abzubauen“, so die 36-jährige Musikerin, die beim Konzert selbst Geige spielt.

Dass sich jeder Euro Zuschuss lohnt, davon kann sich das Publikum in diesem Jahr am Freitag, 17. November, um 19.30 Uhr zum bereits zehnten Mal in der Eskara überzeugen, wenn die „Sinfonietta Essenbach“ zum galaktischen Jubiläumskonzert „Sinfonie des Universums“ einlädt. Auf dem Programm stehen W. A. Mozarts Sinfonie C-Dur „Jupiter“, „Die Planeten“ von Gustav Holst und John Williams‘ „Star Wars“-Soundtracks. Wen dieses vielfältige Musikprogramm alleine immer noch nicht überzeugt, der kann sich auf das Akrobatik-Duo „Living Flags“ freuen, die mit atemberaubender Akrobatik in die „Schwerelosigkeit des Weltalls“ entführen.

„Diese Mischung sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen“, sagt Birgit Adolf und schmunzelt: „Vielleicht schaffen wir es damit ja erneut, den ein oder anderen Skeptiker davon zu überzeugen, dass klassische Musik doch durchaus unterhaltsam sein kann.“


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