14.11.2017, 00:47 Uhr

Elektrizität Die Entwicklung des Lichts: Zeit vergeht und das Licht verbrennt

Elektrizitätswerk Abensberg (Foto: Stadtmuseum Abensberg)Elektrizitätswerk Abensberg (Foto: Stadtmuseum Abensberg)

Ein Christbaum ohne Lichterkette, ein Weihnachtsmarkt ohne Festbeleuchtung – es würde etwas fehlen in der Vorweihnachtszeit! Denn sie lassen das heimische Wohnzimmer glänzend erscheinen, den geschmückten Stadtplatz hell erleuchten und eine gemütliche Stimmung aufkommen.

ABENSBERG Kaum vorstellbar für die heutige Gesellschaft, die sich zwar über die Lichter freut, sie aber auch als selbstverständlich hinnimmt. Vor 150 Jahren war genau das die Faszination: Elektrizität. Doch auch, wenn der Griff zum Lichtschalter alltäglich geworden ist: Die Frage nach dem „Wie?“ bleibt spannend. Ihr möchte die Veranstaltung der Reihe „Wie’s früher war ...“ auf den Grund gehen und lädt ein, am Samstag, 25. November, um 14.30 Uhr im Herzogskasten Abensberg, dabei zu sein.

Ein kleiner historischer Rückblick

Noch 1886 berichtet die Presse von einer Sensation, wenn sie die Installation und den Glanz der elektrischen Bogenlampen auf dem landwirtschaftlichen Fest in Arnstdorf (Landkreis Eggenfelden) beschreibt. Dass es sich bei dieser Wahrnehmung nicht um einen Einzelfall handelt, belegt eine Vielzahl ähnlicher Berichte wie der über die feierliche Einweihung der elektrischen Straßenbeleuchtung in Deggendorf aus dem Jahr 1900.

Doch was macht diese Faszination aus, die vor gut 120 Jahren die Bevölkerung Bayerns und ganz Deutschlands in ihren Bann zieht? Die Lösung ist letztlich ebenso einfach wie nachvollziehbar: „Es ist die Neugier an einem neuen, für viele unerklärlichen Phänomen. Denn es ist die Zeit der elektrischen Revolution und Strom noch bei Weitem nicht alltäglich. Neben der Begeisterung ist gleichzeitig auch eine gewisse Vorsicht, fast schon Ängstlichkeit auszumachen.

Fachliches Know-How

Was auf den ersten Blick jedoch nach Magie aussieht, lässt sich wissenschaftlich erklären – und ist auch heute noch interessant. Seit ihrer Entdeckung wurden zudem Verfahren weiterentwickelt und Neuerungen eingeführt, die sich nicht von selbst erklären. Auch ihnen wird man zu der Veranstaltung auf den Grund gehen.

Es steht neben den physikalischen und technischen Daten natürlich auch die Lage und deren Entwicklung in Abensberg im Fokus. Wo genau kam der Strom in dieser Zeit her? Hat es ein eigenes Kraftwerk gegeben, das über eine ausreichende Kapazität verfügte? Oder griffen die Menschen, wie es landläufig üblich war, auf Kraftwerke und Leitungen der Marke Eigenbau zurück?

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Das Stadtmuseum Abensberg lädt am Samstag, 25. November, um 14.30 Uhr in den Herzogskasten ein, um diese und viele andere wissenschaftliche Hintergründe und lustige Anekdoten rund um die Elektrifizierung in Abensberg und ganz Bayern zu erfahren.  Der Eintritt ist für alle Teilnehmer frei!


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