14.11.2017, 14:33 Uhr

Großartige Künstler 7. „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“: Ein „Highlight“


Bereits zum siebten Mal fand das Bodenmaiser Glashüttenbrettl statt und er war wieder ein voller Erfolg. Großartige Künstler preäsentierten ein breites Spektrum ihres Könnens.

BODENMAIS „Was ist ein intelligenter Toilettengänger?“. Diese von der Frechdachs-Puppe Luggi an seinen Chef dem „Aurer Jackl“ gestellte Frage hat sie auch flugs zum Staunen der Besucher beim Bodenmaiser Glashüttenbrettl in der Joska-Waldglashütte beantwortet: „Ein Klugscheißer!“. Die Veranstaltung ist inzwischen eine Erfolgsmarke. Und so ist die siebte Auflage der Kult-Show wieder ein richtiger Kracher geworden. Die mit Firmenchef Josef Kagerbauer schon bestens bewährte Initiatoren und Assistentin der Geschäftsleitung, Bettina Bonfissuto, wurde wieder durch Sabine Mitterdorfer von Donau TV kompetent unterstützt. Ihnen gibt der überwältigende Zuspruch Recht, zumal sich schon ein Stammpublikum der „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ herauskristallisierte, das immer neue interessierte und letztlich begeisterte Zuschauer anlockt. Dank einer breiten Platte an willkommenen Akteuren strahlte auch das siebte „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ als ein „Highlight“ der Kulturszene im Ort.

Erwin Breu, Duopartner vom Hoamatland Zwoag`sang, aus Stachesried sorgte vor der offiziellen Programmfolge auf seiner „Ziach“ für wohltuenden Klang. „Drunt in der greane Au“, schmetterten akustisch einwandfrei Bettina Bonfissuto, Adrian Kreuzer, Franz Moosauer, Woife Berger als erneut souveräner Moderator des Abends und dessen musikalischer Begleiter Kajetan Löffler dem unentwegt Beifall spendendem Publikum zu, da hatte sich die Joska-Waldglashütte einmal mehr als Kleinkunstbühne unter Beweis gestellt. Das Showlicht war zu diesem Moment noch nicht erlöschen, dass wohl die warmen Temperaturen im Traditionshaus an der Kötztinger Straße noch besser anheizte. „Franze und sei Spezl“ waren die Paten beim „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ und plauderten eifrig aus dem Nähkästchen – nach den mitreißenden Worten des Auftakts: „Möge das Brettl beginnen“. Hinter „Da Franze und sei Spezl“ verbergen sich Franz Moosauer aus Gottfrieding bei Dingolfing und Adrian Kreuzer aus Bayerisch Eisensein, beide Erz-Musiker in der Band „Saxndi“, noch dazu komödiantisch begabt. „Samma scho“, antworteten sie auf die Frage von Woife Berger: „Seid ihr eiskalte Hund?“. Einem illustren Publikum sind „Da Franze und sei Spezl“ durch ihre Moderation der Bayerischen Late-Night-Show in der Spielbank in Bad Kötzting bekannt. Jahrzehntelang machen die beiden Profis schon gemeinsam Musik und arbeiten aktuell an einem Kabarettprogramm, wie sie im Small-Talk mit Woife Berger alias „Der Fälscher“ erzählten.

Eine „Boy-Group“ mit dem Talent einer Rampensau und einer ausgeprägten Charme-Offensive sind die „Bierfilzlrocker“ aus der Oberpfalz, da bleibt niemand hocken, wenn „Musikalisch Unsinniges“, wie sie selbst bekannten, durch Sang und Klang von den jungen adretten Burschen aus Neustadt an der Waldnaab kommen. Bandleader Dominik Herzner (Gitarre) brachte mit Felix Kopp (Gitarre), Daniel Rierich (Cajan) und Michael Maier (Bass) einfühlsame Lieder, wie sie das Leben schreibt, die vier Jungs verstanden es, Songs im Stile der Rockmusik über das Verliebt-Sein, die Romantik und Unbeschwertheit darzubieten. Wie sie verrieten, sind sie demnächst in der Künstler-Kneipe im Münchner „Schlachthof“ zu Gast. „Platzhirsch“ heißt das neue Programm, in das „Da Ebner“ beim „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ einen ausgewogenen Einblick gewährt. In Straubing ist Musikkabarettist Patrick Ebner daheim, dessen mit Gitarre und Mundharmonika untermalte Bühnenshow aus so manchen selbstironischen Texten mitunter an Fredl Fesl und Hans Söllner erinnert. „Nie wieder im Leb`m mach i des nackert“, bekräftigte „Da Ebner“, als er davon sang, wie ihm ein heißes Bügeleisen im Genitalbereich Schmerzen zufügte. Aufmerksam blickten alle Augen auf die Bühne bei der Einlage eines besonderen Akteur des Abends: „Luggi“. Vom „Aurer Jackl“, einem Garanten für Unterhaltung und faszinierenden Bachredner, wird der neunmalklugen Puppe Leben eingehaucht. Immer wieder muss der vorlaute Luggi das letzte Wort haben und stürzt oft den „Aurer Jackl“ in peinliche Situationen, da wirkte der Stoff-held schon ziemlich schelmisch, wenn sein „Herr“ kein Fettnäpfchen ausließ und „Jackl“ Jakob Obermaier aus Bruckberg fragte: „Hast du zum Bürgermeister g`sagt, dass i a Trottel bin?“ und die prompte „Luggi“-Antwort darauf: „Na des hoder scho gwisst“. Die Identität zur Heimat drückten die Beiträge der „Haberfeldmusikanten“ aus dem Bayerischen Wald aus. Die achtköpfige Formation schöpfte da aus einem schier unendlichen Repertoire, was „Blechg`schicht`n mit Humor“ betraf. Sie können schon auf Auftritte im Kulturmobil des Bezirks Niederbayern und beim Volksmusik-Spektakel „drumherum“ verweisen.

Die „Haberfeldmusikanten“ zündeten ein Feuerwerk der musikalischen Vielfalt und auch mit außergewöhnlichen, extrem in ihrer Eigenart, verfassten Darbietungen kamen sie beim Publikum sehr gut an. Wer mit Musik wenig oder nichts zu tun hat, sogar jener Besucher, konnte es erkennen, dass es sich bei Harald Huber (Trompete), Bettina Knoflicek-Huber (Tuba), Jürgen Huber (Trompete/Tenorhorn), Thomas Roth (Tenorhorn), Markus Roth (Trompete), Stephan Weber (Schlagzeug), Florian Sicklinger (Posaune) und Korbinian Sicklinger (Akkordeon/Trompete) um passionierte Instrumentalisten handelte, anspornend sind für junge Talente, die sich der Musik verschreiben wollen. Eigentlich alle Mitwirkenden des Abends schafften es sofort, die Besucher der siebten Auflage des „Bodenmaiser Glashüttenbrettls“ in ihren Bann zu ziehen. Da passt ein Lebensmotto in die Programmfolge wie ein Volltreffer: „Gib nie auf!“. Emanuel Blüml aus Ruhstorf mit Künstlernamen „Da Janker“ hat sein neues Programm so betitelt, aus dem er einige Lieder vorstellte. Ein begeistertes Publikum sah und hörte auch beim 7. „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ andächtig zu, ließ sich von den vorzüglich deftig-bayerischen Speisen der Joska-Küchenchefs Hans-Jürgen Probst und Ralph Strohmeier mit ihrer Crew verwöhnen. Für den technisch reibungslosen Ablauf sorgte die Firma Jocham aus Iggensbach. Alle Interpreten hatten sich zum Abschluss auf der Bühne versammelt und setzten mit zwei Kult-Liedern einen phänomenalen Schlussakkord: „Drunt in der greana Au“ und „Zwickt`s me, i glaub i dram!“.

Auch für die nächsten „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ im Jahr 2018, jeweils freitags, 2. Februar, 4. Mai und 9. November starten die Organisatoren schon einen Aufruf: „Bewerben können sich alle, die meinen, irgendetwas gut zu können, ob Witzeerzähler, Jongleure, Artisten, Komiker, auch ganz junge Künstler sind gefragt, die ein besonderes Talent haben und auf der Bühne stehen wollen“, macht Bettina Bonfissuto deutlich. Bewerbungen sind über bettina.bonfissuto@joska.com oder über die Facebook-Seite „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ möglich. Der Kartenvorverkauf für das „Bodenmaiser Glashüttenbrettl“ am 2. Februar 2018 beginnt Mitte Dezember. Karten gibt es dann über Bettina Bonfissuto, Telefon: 09924-779-103 oder die oben genannte E-Mail-Adresse.


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