14.11.2017, 13:00 Uhr

Malteser ehren ihre treuen Mitglieder „Da sein und helfen, das können wir besonders gut“

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Klaus Egger (v.r.), Josef Federhofer, Albert Zellner, Gertrud Karlstetter und Anton Mayerhofer geehrt. Es gratulierten Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin (l.), seine Stellvertreterin Ilona Gräfin von La Rosée (3.v.l. und Diözesangeschäftsführer Gregor Schaaf-Schuchardt (4.v.r). (Foto: Krenn)Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Klaus Egger (v.r.), Josef Federhofer, Albert Zellner, Gertrud Karlstetter und Anton Mayerhofer geehrt. Es gratulierten Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin (l.), seine Stellvertreterin Ilona Gräfin von La Rosée (3.v.l. und Diözesangeschäftsführer Gregor Schaaf-Schuchardt (4.v.r). (Foto: Krenn)

Die Malteser haben mal wieder ihre langjährigen und treuen Mitglieder zur Verleihung von Ehrennadeln eingeladen.

PASSAU Ein Mal im Jahr laden die Malteser ihre langjährigen und treuen Mitglieder zur Verleihung von Ehrennadeln ein, bei der sie sich für ihre Unterstützung bedanken. Kürzlich war es im Gasthaus Oberhaus in Passau wieder so weit.

„Die Haupteinnahmequelle für unsere Dienste kommt von den Mitgliedern“, betonte Diözesanleiter Georg Adam Freiherr von Aretin gleich zu Beginn und stellte damit klar, wie wichtig die Mitglieder und Förderer für die Hilfsorganisation sind. Dass auch die Malteser ihren Mitgliedern wichtig sind, zeigte sich daran, dass viele von ihnen einen weiten Anfahrtsweg in Kauf genommen hatten, um bei der Ehrung dabei zu sein.

„Hier in Passau finden ganz tolle Malteser-Aktivitäten statt“, erklärte Gregor Schaaf-Schuchardt, der Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer während dessen Auszeit vertritt und in den vergangenen Wochen Gelegenheit hatte, die hiesigen Malteser kennenzulernen: „Davon möchte ich Ihnen heute berichten.“

Dieser Bericht war ein Streifzug durch die vielen Dienste und Angebote, die ohne die Mitglieder nicht möglich wären. Seine Ausführungen begann Gregor Schaaf-Schuchardt mit der Jugendarbeit. „Hier sind uns Werte wichtig, wie Glauben und Helfen“, erklärte er.

Bausteine der Jugendarbeit seien die Schulsanitäter und die kleinen Heldentaten für Grundschüler. In der Not- und Katastrophenhilfe stehen die Malteser in Notlagen mit qualifizierten Ehrenamtlichen zur Verfügung.

„Wir haben das Glück, dass uns in Stadt und Landkreis Passau sowie im Landkreis Freyung-Grafenau ehrenamtliche Einheiten zur Verfügung stehen“, freute sich der Geschäftsführer verkünden zu können. Es gibt in der Diözese außerdem mehrere Unterstützungsgruppe Rettungsdienst und die Helfer vor Ort.

„Unsere Ehrenamtlichen haben eine ganz besonders große Freude daran, sich bei Wettbewerben zu messen“, erklärte Gregor Schaaf-Schuchardt den interessierten Mitgliedern weiter. „Die Jugendgruppe aus unserer Diözese hat kürzlich beim Bundeswettbewerb den 2. Platz unter 28 Gruppen aus ganz Deutschland belegt. Das zeigt, wie gut wir aufgestellt sind.“

Er berichtete auch von einer ganz neuen Entwicklung in Passau. Vor einem Monat konnte ein neuer Standort in der Schaldinger Straße bezogen werden, wo unter anderem die Ehrenamtlichen der Katastrophenschutzeinheiten „erstklassige Bedingungen vorfinden, die sie hochmotiviert begrüßt haben.“

Gregor Schaaf-Schuchardt sprach noch viele weitere Dienste an, wie die Breitenausbildung in Erster Hilfe und die Sozialpflegerische Ausbildung zu Pflegedienstund Betreuungshelfern, wobei ein wichtiger Fokus auch die interne Helferausbildung sei. Vielfältig sind auch die Angebote im Seniorenbereich, angefangen vom Besuchs- und Begleitdienst über den Seniorentreff in Passau bis hin zum mobilen Bücherlieferdienst „MEB-Mobil“ und den Wallfahrten nach Altötting, Rom oder Lourdes.

„Mit unseren Ehrenamtlichen sorgen wir hier dafür, Herzenswünsche zu erfüllen.“ Auch die Situation in der Flüchtlingshilfe haben die Malteser in Passau deutlich gespürt, führte der Geschäftsführer weiter aus. „Wir standen in der ersten Reihe und haben dafür gesorgt, dass die Menschen, die hier angekommen sind, eine Erstversorgung bekommen haben. Hier haben unsere Ehren- und Hauptamtlichen ein unglaubliches Engagement gezeigt. Sie haben gezeigt: Sie können helfen. Heute bieten wir den Flüchtlingen in Helferkreisen den Ansatzpunkt, bei uns anzukommen.“

„Da sein und helfen, das können wir besonders gut. Und dass wir das können, dazu tragen Sie bei. Dafür ein ganz herzliches Vergelt’s Gott“, sagte Gregor Schaaf-Schuchardt, der von den Maltesern in Köln kommt und in seiner relativ kurzen Zeit in Passau dieses urbayerischste aller Dankeswörter doch schon verinnerlicht hat, zum Abschluss seiner Ausführungen. Baron Aretin überreichte die Ehrennadeln samt Urkunden und dankte jedem Mitglied ganz besonders für die langjährige Unterstützung.

Ehrennadel in Bronze für 15-jährige Mitgliedschaft:

- Stephanie Breinbauer, Hauzenberg

- Benjamin Breitsameter, Haidmühle

- Eva Feigl-Fox, Vilshofen

- Michael Breinbauer, Hauzenberg

Ehrennadel in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft:

- Josef Baldini, Passau

- Martha Bauer, Passau

- Maria Beinbauer, Passau

- Reinhard Blöchinger, Grafenau

- Maria Bogner, Saldenburg

- Josef und Gisela Bruckmoser, Passau

- Johanna Fischer, Passau

- Alois Graml, Ursensollen (Landkreis Amberg-Sulzbach)

- Josef Hallabrin, Bad Birnbach

- Josef Hiller, Triftern

- Sieglinde Hörbeck, Passau

- Bernd Huber, Bad Birnbach

- Berta Kloiber, Triftern

- Egon Kohlweg, Passau

- Ilona Gräfin von La Rosée, Postmünster (stellvertretende Diözesanleiterin)

- Franz Maidl, Roßbach

- Josef Matsche, Schöllnach

- Martha Meier, Dietersburg

- Johann Mirtl, Passau

- Petra Moser, Schöllnach

- Horst Mushoff, Grafenau

- Josef Roidner, Wittibreut

- Wolfgang Rudzki, Ering

- Josef Schätzl, Ruderting

- Josef Sedlmaier, Eggenfelden

- Franziska Steinhofer, Passau

- Karl Straßl, Dietersburg

- Dr. Hans-Peter Veit, Schönberg

- Erwin Walsch, Passau

- Gerhard Zollner, Unterdietfurt

- Josef Kölbl, Innernzell

Ehrennadel in Gold für 40-jährige Mitgliedschaft:

Klaus Egger, Passau, 52 Jahre

Max Behringer, Malteser-Urgestein und langjähriger Ausbilder, hat – wie viele andere außer ihm – auch Klaus Egger zu den Maltesern gebracht. „Er hielt einen Erste-Hilfe-Kurs in Auerbach“, erinnert sich Klaus Egger, der damals erst zwölf Jahre alt war. Später war er unter anderem aktiv im Rettungsdienst, Fahrdienst, bei Altkleidersammlungen, Wallfahrten und Sonnenfahren. „Das ganze Programm,“ wie er erklärt. Aus beruflichen Gründen kann Klaus Egger nicht mehr aktiv bei den Maltesern sein, doch er ist ihnen bis zum heutigen Tage eng verbunden.

Josef Federhofer, Hauzenberg, 63 Jahre

„Ein Erste-Hilfe-Kurs in der damals noch selbständigen Gemeinde Oberdiendorf“ war der Einstieg bei den Maltesern für Josef Federhofer, den ehemaligen Bürgermeister von Hauzenberg. Der Kurs habe ihm sehr gut gefallen und sehr interessiert, berichtet er weiter. „Von dem Wissen, das ich damals mitbekommen habe, zehre ich immer noch.“ Er verrät auch, dass er sich während seiner Zeit als stellvertretender Landrat von Passau sowie Landwirtschaftsberater in Freyung-Grafenau „immer die Malteser-Termine rausgesucht“ habe. Auch er ist überzeugter Malteser: „Neben großem Wissen und hohem Hilfsleistungsniveau zeichnet die Malteser ihre soziale Einstellung aus.“

Gertrud Karlstetter, München, 60 Jahre

Gertrud Karlstetter ist für die Ehrung extra von ihrem Wohnort München in ihre frühere Heimat nach Passau gekommen. Sie stammt ursprünglich aus Grubweg. Als sie vor 40 Jahren ihr Abitur gemachte hatte und ein Freiwilliges Soziales Jahr im Altenheim Maria Hilf anstrebte, absolvierte sie zur Vorbereitung darauf einen Schwesternhelferinnen-Kurs bei den Maltesern. Später studierte sie in München, doch wenn sie gebraucht wurde, stand sie bereit. „Ich habe so manche Altpapier- und Altkleidersammlung sowie Sonnenzüge mitgemacht“, berichtet sie. Wenn ein Einsatz anstand, sei ihre Mutter verständigt worden und schon damals sei sie dann extra aus München gekommen.

Anton Mayerhofer, Haidmühle, 55 Jahre

„Ich bin Mitglied geworden, als bei uns in Haidmühle die Rettungswache eröffnet wurde, die mein Vater und der damalige Bürgermeister Wolfgang Landshuter initiiert haben“, erinnert sich Anton Mayerhofer noch gut. Auch sein Vater Max, der im vergangenen Jahr verstorben ist, war ein großer Gönner der Malteser und jahrzehntelang Mitglied im Kreisbeirat. Sein Sohn Anton berichtet, wie das damals war: „Das Schützenheim, das früher ein Gemüseladen war, stand leer. Dieser Raum wurde unter Pfarrer Konrad Bittmann für die neu geschaffene Rettungswache aktiviert.“ Er hat zu der Zeit einen Sanitätskurs absolviert und ist auch mit dem Sanka mitgefahren. Anton Mayerhofer erinnert in dem Zusammenhang auch an den Pionier Peter Mühlbauer, mit dessen Namen der Rettungsdienst in Haidmühle bis heute untrennbar verbunden ist. „Bis heute bin ich ein Unterstützer und Gönner der Malteser. Ich unterstütze sie in jeder Richtung“, sagt der Geehrte aus Überzeugung.

Albert Zellner, Haidmühle, 79 Jahre

Albert Zellner fallen als erstes der Name Max Mayerhofer und die Eröffnung der Rettungswache in Haidmühle ein, wenn er gefragt wird, wie er zu den Maltesern gekommen ist. Als im vergangenen Jahr „20 Jahre ‚neues‘ Rettungswachen-Gebäude in Haidmühle“ gefeiert wurde, war er -wie im übrigen auch Anton Mayerhofer – natürlich dabei. Denn auch Albert Zellner ist ein überzeugter Unterstützer der Malteser- „Sie sind ein richtiger Segen für Haidmühle“, erklärt er mit Nachdruck.


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