08.11.2017, 18:31 Uhr

Gesundheit Integrationsbeauftragte besucht Neuropsychiatrisches Zentrum Riem

Besuch der Bayerischen Integrationsbeauftragten im Neuropsychiatrischen Zentrum in München/Riem. Foto: Büro Integrationsbeauftragte (Foto:Büro Integrationsbeauftragte)Besuch der Bayerischen Integrationsbeauftragten im Neuropsychiatrischen Zentrum in München/Riem. Foto: Büro Integrationsbeauftragte (Foto:Büro Integrationsbeauftragte)

Die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Kerstin Schreyer, besuchte das Neuropsychiatrischen Zentrum Riem (NPZR).

MÜNCHEN Die leitende Medizinerin Dr. Elif Cindik-Herbrüggen zeigte der Integrationsbeauftragten neue Geräte und deren Funktions- und Wirkungsweise und berichtete von den Erfahrungen und Herausforderungen in der interkulturellen Arbeit ihrer medizinischen Praxis.

Aufgrund dessen das die 20 Mitarbeiter acht Sprachen beherrschen, ist die Praxis ein Anlaufort für Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen. Mit ihren zwei Therapietieren, dem Feng-Shui-Garten im Hinterhof und vor allem ihrer wöchentlich angebotenen Notfallsprechstunden sticht das NPZR unter anderen psychiatrischen Praxen besonders hervor. Auch deswegen wurden sie 2016 für den Bayerischen Gesundheitspreis nominiert. Aus der Erfahrung in ihrer Praxis, wonach Frauen mit türkischem Migrationshintergrund häufiger infolge fehlender Beschäftigung und sozialer Kontakte in Depressionen verfallen, begrüßt sie ausdrücklich das Projekt der Integrationsbeauftragten, mit dem Frauen türkischer Herkunft für den Altenpflegeberuf gewonnen werden sollen.

Weiter sprachen die Integrationsbeauftrage und Dr. Cindik-Herbrüggen über die Herausforderungen im Bereich der seelischen Gesundheit von Kindern psychisch kranker Eltern. Darüber hinaus betonte die Fachärztin die Notwendigkeit, mehr ausgebildetes Fachpersonal und Azubis für den Beruf der neuropsychiatrischen Versorgung zu gewinnen. Aufgrund der zunehmenden Diversität in der Bevölkerung sei es dabei wünschenswert gerade auch Menschen mit nicht-deutscher Muttersprache für diesen Beruf zu gewinnen.


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