14.11.2017, 09:57 Uhr

Verbesserung der Händehygiene Hygienestudie „Gemeinsam für Infektionsprävention“ an der Arberlandklinik Zwiesel abgeschlossen

Markus Maurer, Jürgen Wach, Prof. Dr. Petra Gastmeier sowie ein Vertreter des Bundeskanzleramtes. (Foto: Arberlandkliniken)Markus Maurer, Jürgen Wach, Prof. Dr. Petra Gastmeier sowie ein Vertreter des Bundeskanzleramtes. (Foto: Arberlandkliniken)

Über ein Jahr lang haben sich die Mitarbeiter der Intensivstation der Arberlandklinik Zwiesel neben ihrer täglichen Arbeit verstärkt dem Thema „Händehygiene“ gewidmet: Die Station hat gemeinsam mit den Hygienefachkräften Markus Maurer und Markus Bernreiter an der bundesweiten Studie „Gemeinsam für Infektionsprävention“ teilgenommen. Mit tollem Ergebnis: Die Häufigkeit der Händedesinfektion konnte um 30 Prozent gesteigert werden!

ZWIESEL Erst kürzlich durften Markus Maurer und Jürgen Wach, Leiter der Intensivstation, die offizielle Urkunde beim Abschlusstreffen in Berlin stellvertretend für die ganze Abteilung entgegennehmen.

Maurer ist stolz auf seine Kollegen: „Die Ziele der Studie, das Händedesinfektionsverhalten zu verbessern sowie den Verbrauch des Händedesinfektionsmittels zu steigern haben sich somit auch bei uns verifiziert.“ Für die Hygienefachkräfte war die Studie mit viel Zusatzarbeit verbunden: So waren monatliche Messungen des Händedesinfektionsmittelverbrauchs, Beobachtungen vor Ort sowie Teamgespräche vorgesehen. Die Ergebnisse wurden regelmäßig nach Berlin an das nationale Referenzzentrum für Krankenhausinfektionen übermittelt.

Zentrale These der Studie war, dass das Wissen, wie das Händedesinfektionsmittelverhalten verbessert werden kann, bereits im Team vorhanden ist und nur gemeinsam gehoben werden muss. Das kann Maurer auch nach der Teilnahme bestätigen. „Nicht nur das Händedesinfektionsverhalten, sondern auch das grundsätzliche Hygieneverhalten der Mitarbeiter hat sich durch die Teilnahme an der Studie verbessert“, fasst er zusammen. Die Mitarbeiter haben sich in den gemeinsamen Sitzungen weiter mit hygienerelevanten Themen beschäftigt. Diskutiert wurden zum Beispiel das Legen von Zugängen oder der Umgang mit Schutzkleidung, um dann gemeinsam Optimierungsansätze festzulegen.

Für Markus Maurer verdeutlicht die Studie, dass kontinuierliche Schulungen, Aufklärungen und Diskussionen weiter essentiell für seine Arbeit sind. Hier gilt für die Arberlandkliniken ein Mix mehrerer Methoden als optimal. Bereits seit 2011 nehmen sie mit beiden Standorten beispielsweise am Krankenhaus-Infektions- Surveillance-System (KISS) teil. Diese Form der internen Qualitätssicherung dient der systematischen Erfassung, Analyse und Interpretation der relevanten Daten bezüglich im Krankenhaus erworbener Infektionen. Auch die regelmäßige Teilnahme an der „Aktion Saubere Hände“ dient der kontinuierlichen Verbesserung der Händehygiene. Hier haben die Arberlandkliniken erst Anfang 2017 das Silber-Zertifikat erhalten, das hohe hygienische Qualität bescheinigt, die mitunter nur durch konsequent umgesetzte Maßnahmen der Händehygiene möglich ist.


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