11.12.2012
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So kommen Ihre Spenden wirklich an

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Foto: PayPal
Geben ist seliger denn nehmen – dieser Devise folgen in der Adventszeit so viele Menschen wie sonst nie. Dezember ist der Spendenmonat schlechthin und immerhin 40 Prozent der Deutschen geben regelmäßig Geld für den guten Zweck. Dabei gibt es neben vielen guten Aktionen auch betrügerische Machenschaften. Damit Sie nicht darauf reinfallen, ein paar Tipps zum richtigen Spenden.

Knapp sechs Milliarden Euro kamen im vergangenen Jahr an Spendengeldern zusammen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das die Zahlen regelmäßig erhebt, verzeichnet somit einen leichten Rückgang, der sich voraussichtlich in diesem Jahr fortsetzen wird. Die Euro-Krise hinterlässt ihre Spuren. Umso wichtiger, dass nur wirklich gemeinnützige Aktionen Unterstützung finden.

 

Immer beliebter wird die Kopplung von Online-Einkäufen mit Spenden. Die Internetshops lassen dabei einen Teil der Einkaufssumme einem guten Zweck zukommen. Bereits mit Kleinstbeträgen von ein paar Cent lässt sich ohne Aufwand und Zusatzkosten etwas Gutes tun. Allerdings ist bei diesen Angeboten zu beachten, dass eine Vermittlerplattform eingeschaltet ist, die wiederum einen Teil des Geldes einbehält. Sehen Sie genau hin, wie viel von der Spende wirklich beim Bedürftigen ankommt.

 

Bereits mit einem Betrag von einem Euro kann man sich auch an der Spendenaktion von PayPal beteiligen, die dem RTL-Spendenmarathon und der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V. zugute kommt. Die Organisation widmet sich Projekten rund um Bildung, Gesundheit und Schutz von Kindern. Die gute Tat ist ganz einfach: Mit ein paar Mausklicks geht der gewählte Betrag vom PayPal-Konto ab. Oder man besucht den PayPal-Weihnachtsbaum auf dem Adventsmarkt am Roten Rathaus in Berlin, scannt den dort angebrachten QR-Code mit seinem Smartphone ein und bringt mit seiner Spende unmittelbar eine weitere Kerze am Baum zum Leuchten – und Licht in ein Kinderleben.

 

Während Benefizaktionen wie diese transparent und seriös sind, gibt es leider auch schwarze Schafe unter den Spendensammlern. Die DZI- Spenderberatung hat sich dem Kampf gegen Betrüger verschrieben und versorgt Verbraucher mit wichtigen Informationen und Tipps, die das Spenden sicherer machen. So garantiert das DZI-Spendensiegel neben der Gemeinnützigkeit einer Organisation, dass die Gelder wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden. In der Online-Datenbank der Prüfinstanz sind außerdem weitere empfehlenswerte Spendensammler zu finden. Das DZI führt auch eine Liste mit nicht förderungswürdigen Organisationen, so dass man leicht nachsehen kann, ob eine Spende sinnvoll ist.

 

Das DZI gibt außerdem konkrete Spenden-Tipps, die bei Unsicherheit weiterhelfen. Spenden Sie niemals unter Druck und lieber gezielt an wenige Organisationen als nach dem Gießkannenprinzip. Seien Sie bei ganz dringenden Aufrufen skeptisch und spenden Sie niemals impulsiv. Aussagen wie „100 Prozent der Spenden werden weitergeleitet“ sind mit Vorsicht zu genießen. Und schließlich ist eine Geld- generell besser als ein Sachspende und eine allgemeine Spende besser als eine zweckgebundene, so das DZI.



Herausgeber Herbert Zelzer