19.03.2017, 19:48 Uhr

Buch veröffentlicht Sterbehilfe: eine Schicksalsgeschichte, die noch heute bewegt

48421415 - euthanasia, palliative care Foto: 123 rf (Foto:Schmid)48421415 - euthanasia, palliative care Foto: 123 rf (Foto:Schmid)

Die bewegende Geschichte der krebskranken Brittany Maynard, die sich 2014 das Leben nahm, ging um die Welt. Nun brachte ihre Mutter ein Buch heraus, das die letzten Monate ihrer Tochter beschreibt.

PORTLAND/OREGON Die US-Amerikanerin Brittany Maynard erfuhr Anfang 2014 mit gerade einmal 29 Jahren, dass ihre starken Kopfschmerzen auf einen Hirntumor zurückzuführen sind. Der Krebs breitete sich viel aggressiver aus, als anfänglich von den Ärzten vermutet. Ihre Lebenserwartung sank auf wenige Monate.

Die von Medikamenten gezeichnete junge Frau teilte ihr Schicksal mit der Öffentlichkeit. Auf Social Media Kanälen erzählte sie von ihren Ängsten, ihrer Hoffnung, ihrer Familie und ihrem Ehemann Dan Diaz, 43, den sie 2012 geheiratet hat. Als ihr bewusst wurde, dass sie die Krankheit nicht besiegen könnte, entschied sie sich, würdevoll und selbstbestimmt aus dem Leben zu treten.

Sie zog von Kalifornien nach Portland/Oregon, wo die aktive Sterbehilfe legalisiert ist. Gemeinsam mit der Organisation "Compassion Choices" (Mitgefühl und Wahlmöglichkeiten) trat sie in Videos und Interviews als Verfechterin des Freitodes auf. In der Hoffnung würdevoll aus dem Leben zu treten, nahm sie am 1. November 2014 ein tödliches Gemisch zu sich und starb.

Ihre Mutter, Deborah Ziegler, hielt die Geschichte ihrer Tochter in einem Buch fest, das nun unter dem Titel "Die Welt ist ein schöner Ort. Der Weg meiner Tochter in einen würdevollen Tod" auch auf deutsch erhältlich ist. Wie die HNA berichtet, beschreibt sie schonungslos und offen die letzten Monate von Brittany, den medikamentösen Nebenwirkungen, den Krampfanfällen und Wutausbrüchen, aber auch von den letzten gemeinsamen Reisen und dem Tag, an dem sich ihre Tochter im Beisein der Familie das Leben nahm.


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