14.11.2017, 22:03 Uhr

Das Elternpraktikum Schülerinnen erproben sich als Eltern

(Foto: lenetstan/123rf.com)(Foto: lenetstan/123rf.com)

12 Schülerinnen der beiden neunten Klassen der Waldkraiburger Joseph-von-Eichendorff-Schule schlüpften in die Rolle von Müttern und Babysittern und betreuten vier Tage und drei Nächte lang „fast richtige Babys“.

MÜHLDORF Die Schwangerschaftsberatungsstelle am Landratsamt-Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn bietet seit vielen Jahren das Projekt „Elternpraktikum“ für Schulen an (s. Infokasten). So viele Teilnehmerinnen gleichzeitig hatte es dabei bisher noch nicht gegeben. Die Sozialpädagogin Carola John-Hofmann von der Schwangerschaftsberatungsstelle am Gesundheitsamt und ihre Kollegin Bianca Ott betreuten die Praktikantinnen dabei: Die beiden Sozialpädagoginnen waren an drei von den vier Praktikumstagen jeweils an zwei Schulstunden an der Schule und boten darüber hinaus auch eine telefonische Rufbereitschaft rund um die Uhr an. Und obwohl die Gruppe der Praktikantinnen sehr groß war, wurde diese Möglichkeit der Hilfestellung kaum genutzt, sondern die Schülerinnen halfen sich größtenteils gegenseitig.

„Unsere Praktikantinnen haben sich wirklich sehr gut auf das Projekt eingelassen und haben sich gut organisiert“, führt die Dipl.-Sozialpädagogin Bianca Ott vom Gesundheitsamt aus. „Sie haben sich dabei viel gegenseitig unterstützt – teilweise sogar in der Nacht über Videochat. Aber sie haben auch erkannt, dass es alleine, ohne Partner oder Rückhalt in der Familie, viel anstrengender und schwieriger ist.“

Nachdem sie die „Babys“ wieder abgegeben haben, wurden die Teilnehmerinnen gebeten, mit möglichst wenig Worten ihre Eindrücke und Erfahrungen wiederzugeben. „Dabei hörten wir sehr häufig, dass es zwar sehr anstrengend, aber eine gute Erfahrung ist“, berichtet die Schwangerenberaterin Carola John-Hofmann. „Bewusst wurde den Teilnehmerinnen auch, dass eine Mehrfachbelastung – wie eine Schule zu besuchen und gleichzeitig ein Baby zu versorgen – eventuell zur Überforderung führen kann. Vor allem dann, wenn die Belastung über einen längeren Zeitraum geht.“

Wenn Sie mehr zu diesem interessanten Projekt wissen möchten können Sie sich gerne an das Gesundheitsamt Mühldorf werden. Die beiden Sozialpädagoginnen Bianca Ott und Carola John-Hofmann nehmen sich gerne unter 08631/699-518 und -526 Zeit für Sie.


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