30.10.2015 Regensburg
Artikel versenden Artikel drucken Leserbrief schreiben

Projekt „GliomaMIC“ der OTH Regensburg

Forschung zur besseren Behandlung von Hirntumoren


Das Forschungsprojekt „GliomaMIC“ von Prof. Dr. Christoph Palm von der OTH Regensburg (links) und Dr. med Markus Hutterer (rechts) vom Universitätsklinikum Regensburg soll dazu beitragen Hirntumore besser beurteilen zu können, um damit die Behandlung der Erkrankten zu verbessern. Foto: OTH Regensburg

Röntgenaufnahmen und Ultraschallbilder kennt jeder; inzwischen waren viele Deutsche auch schon einmal „in der Röhre“ – sei es zur Computertomographie oder zur Magnetresonanztomographie, auch Kernspin genannt.



An Kliniken sind in entsprechenden Archiven mittlerweile ganze Datenberge an Patientenbildern vorhanden – und in denen „wühlt“ nun ein Team um Prof. Dr. Christoph Palm von der Medizinischen Informatik der OTH Regensburg in Zusammenarbeit mit Klinikern vom Universitätsklinikum Regensburg (UKR) nach neuen Erkenntnissen: Anhand der Zusammenschau von Aufnahmen des Gehirns von Patienten mit hochgradig bösartigen Tumoren soll im Projekt GliomaMIC die Beurteilung von Hirntumoren und damit die Behandlung der Erkrankten verbessert werden.



Die Fragestellung zu dem Projekt stammt von der Therapieeinheit NeuroOnkologie im Zentrum für Hirntumoren (ZHT) des Universitätsklinikums Regensburg. Prof. Dr. med. Peter Hau und Dr. med. Markus Hutterer wählen 40 geeignete Patienten aus und erfassen die gesamten medizinischen Daten einschließlich der Bildgebung. Die Auswertung erfolgt anschließend durch die Forscher der OTH Regensburg gemeinsam mit den Medizinern.



Pro Patient wurden bis zu fünf Aufnahmen gemacht – Magnetresonanztomographien und sogenannte PETs, Positronen-Emissionstomographien. „Wir versuchen die Bilddatensätze der verschiedenen Modalitäten in einem Koordinatensystem zusammenzubringen“, erklärt Prof. Dr. Palm.



Das ist mittels verschiedener Software-Tools möglich, die derzeit im Rahmen von Bachelorarbeiten auf ihre Einsetzbarkeit hin überprüft werden. Gelingt es, die Aufnahmen aus den verschiedenen Geräten Voxel-weise zu analysieren, erhofft man sich Optimierungsmöglichkeiten etwa bei der Beurteilung der Wirkung bestimmter Medikamente.



Um das Projekt voranzutreiben, plant Prof. Dr. Palm zusammen mit den Klinikern des Universitätsklinikums Regensburg einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Dann könnte am Labor für Medizinische Bildverarbeitung (www.re-mic.de) an der OTH Regensburg die Forschung für das Projekt weiter intensiviert werden.







Infos zur Informatik an der OTH Regensburg



Bachelorstudiengänge:

Informatik, Technische Informatik, Medizinische Informatik, Wirtschaftsinformatik Masterstudiengang:

Informatik



Anzahl der Studierenden (Informatik): 1340 (CHE-Hochschulranking 2015) und damit die meisten unter allen bayerischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

Anzahl der Professoren (Informatik): 24



Bestnoten für die Informatik von den Studierenden im aktuellen, deutschlandweiten CHE-Hochschulranking. In der Spitzengruppe landet die Informatik an der OTH Regensburg unter anderem bei Studierbarkeit, Lehrangebot, Betreuung, Berufs- und Praxisbezug sowie Infrastruktur.



Beispiele für Forschungseinheiten im Bereich Informatik:

• IT-Anwenderzentrum, www.it-anwenderzentrum.de

• Regensburg Medical Image Computing (ReMIC), www.re-mic.de

• Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE), www.rcbe.de



Hochschulübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Informatik und Digitalisierung im Netzwerk INDIGO, in dem neben der OTH Regensburg und der OTH Amberg-Weiden die Technische Hochschule Deggendorf und die Hochschule Landshut sowie die Universitäten Passau und Regensburg kooperieren. Ziel: Durch die Bündelung der Kompetenzen von 210 Wissenschaftlern den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Ostbayern stärken; auch durch die Einrichtung eines Promotionskollegs.





Autor: OTH Regensburg Pressestelle

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: